Radfahren in Polen: Von Rowy nach Ustka
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Radfahren in Polen: Von Rowy nach Ustka

Nach der Ankunft in Rowy wollen wir noch einmal mit den Rädern los. Die Wahl fällt auf eine Tour nach Ustka. Für die 43 Kilometer brauchen wir knapp drei Stunden – zwischendrin ist der „Radweg“ etwas abenteuerlich.

Von Rowy fahren wir im Ort auf dem Radweg Richtung Debina. Außerhalb des Ortes führt der Radweg auf der einen Straßenseite entlang – egal, in welche Richtung man unterwegs ist. Das ist erst einmal etwas ungewohnt, aber nun gut, das machen alle so. Denn tatsächlich sind hier einige Radfahrer unterwegs, was vielleicht auch daran liegt, dass der Euro-Velo 10 Baltic-Sea-Cycle-Route hier entlang geht.

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Hinter Debina biegen wir rechts ab in den Wald. Schon bald kommen wir an einen ersten Aussichtspunkt mit Blick auf langen Sandstrand und das Meer. Wir befinden uns oberhalb an einer Steilklippe. An der Stelle treffen wir auf einen Paraglider, der gerade seinen Schirm zusammenbaut. Was nun bis Poddabie folgt, ist eine Mountainbike-Strecke. Es geht über schmale Waldpfade, hoch und runter, über Wurzeln, manchmal über Sand. Herausfordernd, wenn man so eigentlich nicht unterwegs ist.

Mit entsprechender Geschwindigkeit meistern wir das Waldstück, und sind froh, als wir in Poddable wieder auf ein befestigteren Weg kommen. Es ist der Radweg 10, der hier über einen alten Bahndamm führt. Doch bald schon wieder biegen wir auf einen Waldweg ab und fahren über Schotter. Man ist langsamer unterwegs, ab und an hoppelt es etwas, doch der Weg ist gut fahrbar – und der Wald drum herum wunderschön. Kurze Zeit später fahren wir über einen Weg, bei dem zwei Fahrstreifen gepflastert sind. Links von uns verläuft ein Fluss, auch rechts steht jede Menge Wasser. An eine Stelle müssen wir auch durch eine kleine überflutete Stelle durch.

In Orzechowo kommen wir noch einmal an einen Aussichtspunkt auf diese tolle Dünenlandschaft am Meer. Wer möchte, kann hier auch einen Stopp einlegen an einer kleinen Imbissbude, an der es natürlich Eis gibt (die Polen scheinen auf Eis zu stehen – an jeder Ecke gibt es Eis zu kaufen).

Als nächstes geht es durch Zapadle durch. Bevor wir richtig in Ustka reinfahren, biegen wir rechts ab und folgen einem Radweg an den Dünen entlang. Hier sind viele Fußgänger unterwegs, immer wieder gibt es Buchten mit Sitzgelegenheiten. Bald schon sind wir an der Promenade, an der an diesem Sonntag jede Menge los ist. Buden mit Essen sowie Angeboten zum Spielen sind offen. Es fühlt sich wie ein kleiner Rummel an. Wir fahren vor bis zum Hafen, passieren dabei die Meerjungfrau von Ustka und stoppen kurz am Leuchtturm. Dabei können wir auch sehen, wie die bewegliche Brücke sich wieder schließt und die beiden Hafenteile für Fußgänger miteinander verbindet.

Wir fahren nun am Hafenbecken entlang, vorbei an ein einigen Restaurants und netten Fachwerk- und Backsteinhäusern. Die Route führt an der Kirche, am Rathaus und an Plattenbauten vorbei wieder an die Stelle, an der wir kurze Zeit vorher rechts abgebogen sind, um an der Küste entlang zu fahren. Auf dem Rückweg fallen die Schlenker ans Meer weg. Dafür kommen wir am Fahrrad-Denkmal bei Wytowno vorbei.

Wir sind zu großen Teilen auf asphaltierten Strecken oder auf Waldboden mit Schotter unterwegs. So kommen wir gut voran und erreichen nach rund drei Stunden wieder den Campingplatz.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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