Eibsee
Zu Fuß

Eibsee-Wanderung

Runter von der Zugspitze und rund um den Eibsee! Nach unserer Übernachtung im Iglu drehen wir eine Runde um den herrlich türkisblau-glitzernden See im Wintergewand.

Rund acht Kilometer geht es um den See, der herrlich anzusehen ist. Schon auf dem Weg vom Zugspitz-Gipfel nach unten blicken wir auf den See mit vielen Mulden und einigen Inseln. An seiner tiefsten Stelle ist er 34,5 Meter tief, das Wasser ist kristallklar. Eine gute Übersichtskarte zum See und seinen vielen Unterseen und Inseln gibt es übrigens auf Wikipedia.

Eibsee

Zurückzuführen ist der Name auf die vielen Eiben, die früher wohl rund um den See standen. Entstanden in einer Senke, in der einst ein Gletscher war, erhielt der Eibsee seine heutige Form vor etwa 3750 Jahren, als die Westflanke des Zugspitz-Massivs abbrach. Das Wasser fließt übrigens unterirdisch ab, weswegen man auch von einem Blindsee spricht.

Vielfältige Aktivitäten gibt es am See: Vom Stand-up-Paddling, Boot fahren und Schwimmen bis hin zum Angeln und natürlich wandern. Eigentlich hatten wir darauf gesetzt, eine Schneeschuhwanderung rund um den See zu machen. Doch leider liegt so gut wie kein Schnee im Tal und so machen wir uns nach unserem Aufenthalt im Iglu auf eine schnelle Runde zu Fuß rund um denn See auf, bevor es weiter nach Füssen geht.

Übrigens ist der See Privatbesitz. Schon 1884 ersteigerte August Terne ihn und errichtete um 1900 einen Gasthof. Seine Söhne errichteten schließlich 1913 ein Hotel, welches nach dem Ersten Weltkrieg stark vergrößert wurde. Die deutsche Luftwaffe besetzte das Anwesen 1941, nach dem Zweiten Weltkrief beschlagnahmte die US-Armee das Hotel und funktionierte es um zur Erholungsstätte für die Streitkräfte. Erst 1972 wurde der See samt Hotel an die Nachfahren der Familie zurückgegeben, wie auf Wikipedia nachzulesen ist.

Wir laufen den See entgegen dem Uhrzeigersinn. In der Nähe des Hotels startet der Rundweg, der insgesamt gut ausgebaut ist und damit auch mit Kinderwägen, Schlitten, Laufräder und – mit etwas Unterstützung an steileren Stellen – Rollstuhlfahrer geeignet ist. Recht zügig sind wir unterwegs. Für die 7,8 Kilometer benötigen wir trotz mehrerer Fotostopps eine Stunde und 40 Minuten. Wer sich das Höhenprofil anschauen will, findet die Tour dokumentiert auf Outdoor Active.

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Nach kurzer Zeit erreichen wir eine Brücke, die über eine schmale Stelle geht, die den Untersee vom Hauptsee abgrenzt. Von hier aus lassen sich fantastische Bilder schießen. Die Berge rund um den See, die schöne Farbe des Sees – einfach herrlich.

Der See ist an vielen Stellen gefroren und so ergibt sich die Möglichkeit, mit der 360-Grad-Kamera ein wenig zu spielen und Aufnahmen vom Eis aus auf das tolle Panorama zu machen. Doch seht selbst:

Kurze Zeit später passieren wir mehrere Seen – Froschsee, Braxensee, Steingringpiel – und haben das Gefühl, dass wir schon den Großteil der Strecke gelaufen sind. Doch das Gefühl täuscht: Der Weg zieht sich an einer Ecke des Sees entlang, die man vom ersten Aussichtsstopp kaum gesehen hat. Nieselregen setzt ein – nicht so wirklich angenehm, vielleicht sind wir deshalb auch recht zügig unterwegs.

Die Blicke auf den See sind dennoch immer schön und mit nachlassendem Fusselregen genießen wir auch wieder mehr die Strecke. Immer mal wieder kommen uns Spaziergänger entgegen, viele sind mit Hunden unterwegs. Bei Kilometer 4,5 erreichen wir ein Stück, das ziemlich vereist ist. Auf rund 500 Metern laufen wir das leicht ansteigende Stück eher am Wegesrand, an dem nicht vereister Schotter verhindert, dass man ausrutscht.

Eibsee

Anschließend kommt ein kleiner Standabschnitt, der mit etwas Schnee bedeckt ist. Dazu der vereiste See – erinnert ein wenig an Rügen im Winter.

Eibsee

Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem Ausgangspunkt. Wir merken dies auch am zunehmenden Gegenverkehr. Scheinbar gibt es ein par Spaziergänger, die nur ein Stück den Weg laufen. Am Frillensee häuft es sich ein wenig, doch angesichts des schönen Winter-Wonderland-Blicks kein Wunder:

Eibsee

Und dann sind wir auch schon am Ende des Rundwegs angekommen. Unser Resümee: Eine schöne, wenn auch kurze Tour um einen wirklich hübsch anzusehenden See.

Jule Lumma

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als Leitung Digital bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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