Unterwegs im Bayerischen Wald: Waldwipfelweg in St. Englmar
Bei unserem Ausflugstag nach St. Englmar besuchen wir den Waldwipfelweg oberhalb des Ortes bei Maibrunn. Praktischerweise ist dieser bei unserer Activcard mit inkludiert. So sparen wir uns den Eintritt von 13 Euro pro Erwachsenen.
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Auf dem bis zu 30 Meter hohen Waldwipfelweg soll man den Lebensraum Wald aus einer ganz anderen Perspektive erleben können, heißt es in der Werbung für den Pfad. Nachdem wir unser Auto an die Ladestation angedockt haben, laufen wir unterhalb des „Bayerwald Flieger“ – ein Airbus A319, in dem man einen virtuellen Rundflug über den Bayerischen Wald machen kann – zum Eingang. Dort erhalten wir die Eintrittskarten. Wer eine Runde im Flieger drehen will oder im „Haus am Kopf“ die verdrehte Welt entdecken möchte, muss auch hier die Zusatzkarten lösen.

Am Eingang findet sich außerdem eine Gaststätte mit großer Panoramaterrasse. Uns zieht es direkt auf den Baumwipfelpfad. Kleine Schilder weisen darauf hin, wie hoch man unterwegs ist. An einer Aussichtsplattform bekommen wir angezeigt, welche Berge sich vor uns erheben. Rein theoretisch kann man die Zugspitze erkennen. Schließlich hat man die Wahl zwischen einer Wackelbrücke und dem „normalen“ Steg. Dann landen wir am Waldturm.



Über eine Rampe bewegen wir uns langsam nach oben auf die 52 Meter hohe Plattform. Unterwegs gibt es Informationen zu anderen hohen Bauwerken. Oben wartet auf uns eine tolle Aussicht auf den Bayerischen Wald. Runter geht es über Rutschen, die bei Schnee und Regen allerdings gesperrt sind (so auch bei unserem Besuch). Für den besonderen Adrenalinkick könnte man auch über Kletterelemente auf- oder absteigen.



Wieder unten angekommen, geht es weiter auf dem Baumwipfelpfad. Auf diesem Stück finden sich verschiedene (nachgebildete) Vögel in kleinen Kästen. Drückt man auf einen Knopf, hört man ihren Ruf. Für unseren Geschmack ist der Pfad viel zu kurz, denn kaum sind wir an den Vögeln vorbei, ist er schon zu Ende. Der etwa 2,5 Meter breite Pfad ist übrigens barrierefrei und so auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet.

Auf dem Gelände warten viele weitere Möglichkeiten zum Ausprobieren. So gibt es ein paar schöne Waldliegen und eine Holz-Hollywoodschaukel zum Verweilen. Auf einem Naturlehrpfad lässt sich rätseln und Neues entdecken. Auch gibt es einen Rechenweg und ein Spielplatz (bei Schnee gesperrt). Im Kugelhaus finden sich kreative Murmelbahnen. Eine Holzkugel ist für zwei Euro im Haus zu erwerben. Vorne dran steht eine Tafel (Kreide gibt es für 30 Cent am Eingang), an der man seine Malkünste ausprobieren kann. Nebendran finden sich Anleitungen, wie man bestimmte Tiere malt.



An zwei Stellen entdecken wir Alpakas und Lamas. An dem einen Stall mischen sich ein paar Schwarznasenschafe darunter. Und dann gibt es tatsächlich ein Gehege mit Wallabys. Kängurus im Schnee – es wirkt etwas unwirklich.
Als Familie kann man hier also gut einige Zeit verbringen. Wir sind schon zufrieden mit der Aussicht vom Waldturm – und ziehen weiter zu einer Wanderung.
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