Wandern im Bayerischen Wald: Predigtstuhl und Knogl
Zwei Gipfel erwandern wir in St. Englmar auf einer schönen Winterwanderung: den Predigtstuhl (1024 Meter) und den Knogl (1056 Meter). Unterwegs sind wir dieses Mal ohne Schneeschuhe, doch wir wären auch gut mit diesen vorangekommen.
Wir starten vom Predigtstuhl-Ressort, in dem Jule früher schon einmal mit ihrer Familie gewesen ist. Direkt davor finden sich Lademöglichkeiten für E-Autos. Somit muss man keine Parkgebühren entrichten. In der Nähe ist ein Wanderparkplatz, der ohne entsprechende Berechtigung Parkgebühren kostet. Vorbei am Bergdorf Zipflwiese laufen wir Richtung Klettergarten. Wir folgen schließlich dem Wanderweg sechs, einem Rundweg Predigtstuhl.



Es geht über einen schmalen Pfad durch den Wald. Die Sonne kommt immer mehr heraus und ragt schön durch die Bäume hindurch. Auf dem Schnee lässt es sich gut gehen. Nur an ein paar Stellen ist er schon sehr nass und abgetreten. Am Hochberg kommen wir an einer schönen Stelle vorbei, an der sich auch eine Liegebank befindet. Sie ist noch stark mit Schnee bedeckt, sonst hätten wir uns sicherlich mit schöner Waldsicht und Sonnenschein darauf niedergelassen.
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Hinter dem Hochberg folgen wir ein Stück dem Goldsteig bis hoch zum Knogl. Wir passieren dabei eine Gedenkstelle für den „Knogl Toni“, der im Wald lebte und 2016 verstarb. Der Weg wird teilweise etwas steiler. Hier kommen uns das einzige Mal auf dieser Runde Menschen entgegen, eine geführte Schneeschuhwandergruppe. Angekommen am Knogl genießen wir die Aussicht. Unterhalb des Gipfelkreuzes finden sich Bänke, aber auch eine Hütte. Auf deren „Terrasse“ lassen wir uns nieder und machen Mittagsrast.




Zurück geht es bis zum Hochberg auf gleicher Strecke. Dann halten wir uns rechts und sind wieder auf dem Rundweg sechs unterwegs. Nächster Stopp ist kurze Zeit später der Predigtstuhl. Davor finden sich ein paar Felder, die mit Schnee bedeckt sind. Außerhalb des Winters finden sich hier Wacholderbüsche.



Am Predigtstuhl kommt auch der Schlepplift für die Skipiste an. An einem stillgelegten Schlepplift entlang folgen wir den Fußspuren, die nun am Rande einer breiten Piste nach unten führen. Der Schnee ist hier richtig schön pulvrig. Es ist sehr angenehm zu gehen. Toll ist hier, wie sich die Schneefläche und die sattgrünen Baumwipfel im Kontrast zum blauen Himmel zeigen.

Am Ende des Hangs steht eine Art Alm, die auch für den Skibetrieb genutzt wird. Hier halten wir uns links und laufen ein Stück durch den Wald. Der Schnee ist hier an vielen Stellen bereits weg. Leuchtend grün kommt darunter das Moos und Heidekraut zum Vorschein. Die Sonne sorgt für ein schönes Licht.

Nun kommen wir von hinten an das Bergdorf Zipfelwiese und laufen an diesem vorbei. Kurze Zeit später sind wir wieder am Ausgangspunkt angekommen. Mit einer Stunde und vierzig Minuten sind die 5,3 Kilometer eine entspannte Runde – und gut geeignet, um sie mit einem Besuch beim Waldwipfelweg zu verbinden.
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