Unterwegs im Bayerischen Wald: Besucherbergwerk Silberberg
In Bodenmais ist der Hausberg, der Silberberg, von Stollen durchzogen. Der Barbabastollen lässt sich bei einer Führung entdecken. Mit der Activcard ist der Eintritt sogar inkludiert. Die Öffnungszeiten des Besucherbergwerkes sind zumindest bei unserem Besuch begrenzt. An dem Freitag, an dem wir dort sind, hat es von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Wir nehmen an einer Führung um 13 Uhr teil und verbinden dies mit einer Schneeschuhwanderung auf den Silberberg. Zum Eingang kommt man – bei ausreichend Schnee – mit der Seilbahn. Fährt diese nicht, bringt ein Kleinbus Besucher nach oben. Und natürlich kann man auch hochlaufen.
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Bevor es in den Stollen geht, erhalten wir einen Helm. Wie sich zeigt, ist der auch notwendig. Gelegentlich ist der Durchgang im Stollen niedrig, sodass man sich bücken muss. Immer mal wieder hört man das Kratzen des Helmes bei jemandem aus unserer Gruppe am Felsen. Unser Bergführer ist gut gelaunt und hat immer mal wieder einen Witz parat. Vor allem aber hat er viel Wissen zum Bergbau in Bodenmais und führt uns auf der 45 Minuten langen Führung durch den Barbarastollen in frühere Zeiten ein.








Zu Beginn gibt es einen Film zu sehen. Dann geht es vorbei an Wägen und einer Waage. Gezeigt wird an einer Stelle, wie das Feuer am Fels entfacht wurde. Anschließend wurde das Gestein mit kaltem Wasser „abgeschreckt“, sodass sich das Erz leichter ablösen ließ. Wir passieren eine Schmiede und kommen an zwei Förderanlagen vorbei, die uns vorgeführt werden. Dann kommen wir an eine große Höhle, den Großen Barbaraverhau. Über eine Treppe mit 65 Stufen geht es in diese beeindruckende Höhlung hinein. Wer diese nicht schafft, kann eine Abkürzung laufen.
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An einer anderen Stelle zeigt uns der Bergwerksführer die verschiedenen Arbeitsmaterialien der Bergleute im Laufe der Zeit. So bekommen wir Eisenbohrer zu Gesicht, die zu zweit in den Fels geschlagen wurden. Mit dem Einzug von Druckluft gab es maschinelle Unterstützung. Wie laut das allerdings war, wird uns gezeigt: Der Bergwerksführer stellt einen antiken Druckluftbohrer an und haut ihn in den Felsen. Er warnt uns, die Ohren zuzuhalten – und das tun wir auch. Berichtet wird uns außerdem, dass sieben verschiedene Fledermausarten im Bergwerk überwintern. Einmal kommt uns auch ein Tier entgegen.
Die Führung durch den 600 Meter langen Barbarastollen ist sehr anschaulich gestaltet. Uns gefällt sie ausgezeichnet. Da es im Inneren des Silberberges durchaus kalt ist, freuen wir uns dennoch, wieder raus in die Sonne treten zu können, und unsere Schneeschuhwanderung fortzuführen.
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