Zu Fuß

Wandern vor der Haustür: Zu den Kupferbergfelsen bei Altleiningen (Pfalz)

Sonntagmorgen, unverhofft ein wenig Zeit. Die Sonne scheint, es ist eisig kalt – uns zieht es nach draußen zum Wandern. Da wir am Nachmittag in der Pfalz verabredet sind, wird am Frühstückstisch im Netz nach einer kurzen Wanderung am “Wegesrand” geschaut. Bei Outdoor Active werden wir fündig: Es soll zu den Kupferbergfelsen im Leininger Land gehen.

Start der Wanderung in der Nähe des Parkplatzes Langental.

Als “aussichtsreicher Rundwanderweg entlang des Leininger Burgenweges” wird die rund neun Kilometer lange Tour angekündigt – und wir können bestätigen: Sie ist wirklich schön. Zwei Stunden lang wandert man sehr abwechslungsreich durch das Leininger Land. Bis auf 440 Meter geht es hoch, laut Outdoor Active beträgt der Aufstieg 268 Meter. Der Weg ist leicht zu gehen und beschert wunderbare Ausblicke.

Doch nun im Detail: Wir starten – gut eingepackt in mehrere Schichten – am Wanderparkplatz Langenthal bei Altleiningen/Hönningen. Der schwarzen Vier im weißen Kreis werden wir die nächsten Kilometer folgen. Wir entscheiden uns vom Parkplatz aus kommend links abzweigend zu starten. Der Weg führt uns entlang eines zugeisten Bachlaufes am Waldrand entlang. Ab und an ist die Straße zu sehen, doch es ist kaum Verkehr. Häufig müssen wir hintereinander laufen, da der Pfad recht schmal ist, doch die Szenerie aus Wald, angrenzenden Wiesen und Bachlauf ist schön anzuschauen und so stoppen wir immer wieder zum Fotografieren. Auch festgehalten: ein alter Brunnen, auf den per Holzschild hingewiesen wird.

Ein alter Brunnen am Bachlauf.
Idyllische Wanderwege im Pfälzer Wald.

Wir kommen schließlich an ein paar einsamen Häusern vorbei – Gesprächsstoff, ob man sich vorstellen könnte, so zu wohnen. Und dann geht es den Berg hoch, gut 20 Minuten lang. Oben angekommen lädt eine Bank zum Verweilen ein. Wir rasten und trinken warmen Tee. Schließlich die erste Suche für diesen Tag: Wie geht es weiter? Drei Wege sind möglich, nirgends ist die Vier zu sehen. Wir laufen in alle Richtungen, drehen nach einigen Schritten wieder um und entscheiden uns schließlich doch für den ersten genommenen Waldweg. Von der Richtung her passt dies am ehesten – und tatsächlich, nach ein paar Schritten mehr erscheint wieder die Vier.

Hier oben ist es wunderbar. Es liegt noch Schnee, richtig pulvrig. Es knirscht schön unter den Schuhen. Dazu blauer Himmel, Stille. Lukas entdeckt sogar ein Reh zwischen den Bäumen. Andere Wanderer sind kaum unterwegs.

Toller Blick ins Leininger Land.

Der Weg läuft nun über eine Höhe. Als wir um eine Kurve kommen, bietet sich uns ein Panoramablick auf das Leininger Land. Zwei Bänke laden zum Aussicht genießen ein. Mit der Sonne lässt es sich hier ein paar Minuten aushalten, bevor die eisige Kälte uns wieder antreibt – die Bewegung sorgt für Wärme.

Idyllische Wanderwege im Pfälzer Wald.

An der nächsten Kreuzung geht es auf einen kleineren Pfad den Berg ein paar Meter hinunter. Die Szenerie wirkt ein wenig verwunschen. Wir kreuzen einen größeren Waldweg und erreichen die Kupferbergfelsen. Einer der Buntsandstein-Felsen sieht aus wie ein Kamelkopf – und wird daher auch so genannt.

Die Kupferbergfelsen sind aus Buntsandstein. Einer sieht aus wie ein Kamelkopf.

Wir laufen an den Felsen entlang und verpassen die Vier zum offiziellen Abstieg, finden aber natürlich trotzdem den Weg zurück zum Parkplatz. Kaffee und Kuchen warten auf uns!

Übrigens:
– Wer nur die Kupferbergfelsen sehen möchte, gelangt innerhalb von einer halben Stunde vom Parkplatz direkt bei den etwa sechs Meter hohen Felsen.
– Vom Wanderparkplatz Langenthal gibt es weitere Touren, zum Beispiel zum Ungeheuersee oder der Burg Altleiningen.

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