Wandern im Rheingau: Riesling-Schleife bei Martinsthal
Zu Fuß

Wandern im Rheingau: Riesling-Schleife bei Martinsthal

Riesling und Rheingau – das gehört zusammen. Wie passend, dass es bei Martinsthal eine Wanderung über knapp 8,5 Kilometer gibt, die den Riesling im Namen hat. Vorbei an Weinreben geht es an interessanten Wegpunkten wie einer kleinen Kapelle oder dem Weinberghaus von Diefenhards vorbei sowie ein gutes Stück durch den Wald. Am zweiten Weihnachtsfeiertag genießen wir auf der 1:45-Stunde dauernden einfachen Wanderung viel Sonne und schöne Ausblicke bis nach Rheinhessen. 225 Höhenmeter sind inkludiert.

Orientiert haben wir uns an der oben eingebetteten Tour von Outdoor Active. Geparkt haben wir am Wildsauplatz Martinsthal. Wir hatten ursprünglich vor, während der Wanderung das E-Auto an der Aral-Tankstelle zu laden. Doch dort darf man sich nur eine Stunde andocken. Vom Wildsauparkplatz laufen wir durch ein nettes Sträßchen, ein Stück an der Bundesstraße entlang und schließlich kurz durch ein Wohngebiet, bis wir im Wingert sind. Von hier aus ist der Weg bestens markiert.

Schon bald kommen wir an einer Quelle vorbei, zu der man über eine kleine Brücke kann. Kurze Zeit später passieren wir die Rödchenkapelle. Auf einer Infotafel lesen wir, dass das Land einst dem Dorf Rode und dem gleichnamigen Nonnenkloster gehörte. Weiter heißt es, dass Rode im 14. Jahrhundert aufgegeben wurde, eine Wallfahrtskirche allerdings bis in das Jahr 1804 bestand. Aus ihren Steinen wurde die heutige Kapelle gebaut. Heute trägt die Weinbergslage zur Erinnerung den Namen „Rödchen“.

Es geht aufwärts, ein Stück am Wald entlang und bei einem Waldhäuschen schließlich rein in den Wald. Wir laufen Richtung Frauenstein, biegen aber schließlich links ab und nach einiger Zeit erneut, sodass wir wieder Richtung Rheinebene laufen. Im Wald entdecken wir immer wieder kleine Holzhütten und Jägersitze.

Tritt man aus dem Wald hinaus, begeistert die Aussicht über die Weinreben und Martinsthal hinweg bis nach Rheinhessen. Wir passieren einen Bildstock, die Martinsthaler Lourdes-Madonna. Ein Schild weist darauf hin, dass in der Pfarrchronik vermerkt ist, dass die Statue 1902 gestiftet wurde. Kurz hinter dem Bildstock geht es scharf links noch einmal den Berg hoch – und das lohnt sich. Denn dort wartet eine Liegebank und lädt zum Pausieren ein.

Sonne tanken, entspannten – weiter geht es schließlich auf einer Art Panoramaweg. Links von uns liegt der Wald, rechts blicken wir über die Reben ins Mainzer Becken – sehr schön. Vorbei geht es am Weinberghaus von Diefenhards, an dem in den Sommermonaten wohl ausgeschenkt wird.

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Kurze Zeit später sind wir wieder in der Nähe des Waldhäuschens, dass wir zu Beginn bereits gesehen haben. Nun aber laufen wir zurück durch die Weinberge nach Martinsthal und durch den Ort wieder zum Auto.

Eine schöne, entspannte Tour geht nach 1:45 Stunde zu Ende. Die Wege sind gut zu gehen, die Ausblicke haben ihren Reiz. Dazu ist die Runde bei Wintersonne bestens geeignet – wir bekommen sie viel zu Gesicht.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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