Wandern in der Pfalz: Rundwanderweg Karlstalschlucht bei Trippstadt
Über Ostern sind wir mit Freunden auf der Burg Wilenstein und natürlich steht auch eine Wanderung im Pfälzerwald an. Da wir direkt oberhalb der malerischen Karlstalschlucht nächtigen, steht diese auf dem Programm. Es gibt zwei Varianten: einen Spazierweg über etwa fünf Kilometer und eine Wanderung, die den Sägmühlweiher inkludiert und etwa doppelt so lang ist. Der Teil durch die Schlucht ist identisch.
Los geht es an der Burg Willenstein. Dort führt ein schmaler Pfad runter zur Straße und zur Klug’sche Mühle. Wir gehen an der Klug’schen Mühle vorbei und kommen zu einem Wasserbassin. Dort schwimmen zwei Schwäne neugierig auf uns zu. Unser Blick geht hoch zur Burg.



Wir überqueren die Moosalb, halten uns links. Die Moosalb fließt nun durch ein Tal mit mächtigen Sandsteinblöcken. Immer wieder geht es über kleine Brücken, mal rechts, mal links vom Bach entlang. Das Karlstal wurde als naturnaher Waldpark gestaltet. Im 18. Jahrhundert entstand es als Teil eines Englischen Landschaftsparks rund um das Schloss Trippstadt. Der Auftrag zur Gestaltung ging an Friedrich Ludwig Sckell, der auch für den Englischen Garten in München verantwortlich war. Im Jahr 1983 wurde das Tal zum Naturschutzgebiet erklärt.





Immer wieder kann man an kleineren Plätzen stoppen und rasten. Gelegentlich laden Bänke zum Verweilen ein. Besonders schön ist es an einem Holzpavillon, der malerisch über den Bach gebaut wurde.

Für Kinder gibt es ausreichend Kletter- und Balanciermöglichkeiten. So geht der Weg durch das Karlstal schnell um – er endet am Oberhammer. Wer die kürzere Spazierrunde gehen möchte, kann hier entsprechend wechseln. Wir entscheiden uns für die längere Runde, überqueren die Straße, und laufen am Moosalber-Weiher vorbei.

Es geht nun leicht zu gehen am Waldrand entlang bis zum Gutenbrunnerhof. Wir halten uns links, passieren den Wildzaun. Kurze Zeit später geht es scharf links auf einen schmalen Pfad hoch zum Großen Rothenberg.
Werbung
Durch den Wald geht es nun zum Sägmühlweiher, wo sich ein Campingplatz und Gastronomie befinden. Ein offizieller Weg führt durch den Campingplatz. An der Straße angekommen, biegen wir links ab und laufen ein Stückchen an der Straße auf einem Gehweg entlang. Dann geht es rechts rein. Nach wenigen hundert Metern biegen wir links ab und folgen einem schmalen Pfad nach oben nach Trippstadt. Wir kommen dabei an einer schönen Befestigungsmauer vorbei und laufen über einen alten, gepflasterten Weg in den Ort rein.


In Trippstadt lädt der Dorfplatz zum Rasten ein. An der Bücherei gibt es nämlich einen Eisautomaten – und natürlich muss das regionale Eis getestet werden. Die Eissorten sind verführerisch: Donauwelle, Kinderbueno, weiße Schokolade mit Mohn – nur ein paar Sorten der riesigen Auswahl. Nach der Stärkung laufen wir Richtung Barockschloss. Durch den Garten hindurch geht es südlich davon wieder raus und auf einem Feldweg mit schöner Sicht auf Wiesen und Wald zurück zur Burg Willenstein.


Die Tour ist gut ausgeschildert. Immer wieder sehen wir Wegweiser mit entsprechenden Kilometerangaben. Die Runde ist leicht zu gehen und sehr empfehlenswert.