Radfahren in Polen: Buchheide und Stettin
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Radfahren in Polen: Buchheide und Stettin

Von unserem Stellplatz am Yachthafen in Dabie erkunden wir per Rad die Buchheide und Stettin. Auf den 50 Kilometern erleben wir starke Gegensätze: Die Ruhe des Waldes und den Lärm der Stadt, beste Radwege und lange Holperstrecken, eine gute Radwegeführung und sich verlierende Wegweiser in der Stadt.

Der Landschaftsschutzpark Buchheide bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten, einige Seen, tolle Wälder und zwischendrin ein paar Wiesen und Felder. Wir erkunden diese mit dem Rad. Von unserem Stellplatz aus geht es ein Stück durch die Stadt sowie über die Bahngleise vorbei an den großen Bau- und Supermärkten. Wir biegen bald schon links ab und sind auf einem tollen Radweg unterwegs. So macht das Radfahren durch die Natur Spaß.

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Nach einiger Zeit biegen wir rechts ab tiefer rein in den Wald. Der Weg führt nun über Kopfsteinpflaster, das sich ab und an mit Waldweg abwechselt. Beim Blick nach rechts und links sehen wir einige Hügel, die voll mit Laub bedeckt sind. Auf diesen wachsen die vielen hohen Buchen.

Es geht raus aus dem Wald, wir erreichen Kolowo, ein kleines Dorf – sehr idyllisch gelegen. Von hier aus geht es über die Straße weiter. Da kaum Verkehr ist (uns kommen gerade mal zwei Autos entgegen), ist das hier gut zu fahren. Bei Bukowiev biegen wir einmal kurz rechts auf einen Waldweg ab, um einen Turm zu besichtigen, von dem im Sommer aus beobachtet wird, ob Waldbrände entstehen.

Wir rollen entspannt die Straße entlang, es geht viel runter. An der nächsten Kreuzung halten wir uns rechts, dann geht es gleich wieder links und auf einem Waldweg weiter. Dieser hat nun einige sandige Partien, sodass wir recht langsam unterwegs sind. Als wir den nächsten Vorort von Stettin erreichen, geht es rein in den Lärm. Wir müssen über eine Brücke, auf der vierspurig der Verkehr verläuft. Dahinter biegen wir links ab und fahren unter der Brücke hindurch kurz am Flussufer entlang und dann immer an den Gleisen entlang über einen anstrengenden Holperweg Richtung Stettin.

Nun erreichen wir das Hafengebiet und folgen dem Radweg, der parallel zu einer mehrspurigen, viel befahrenen Straße verläuft. Immerhin: Es gibt einen Radweg. Doch die LKWs donnern mit Lärm an einem vorbei. Schön ist das nicht – und so sind wir froh, als wir die ersten historischen Gebäude von Stettin sehen.

Wir schauen uns zuerst die Hakenterrasse von unten an, fahren dann in einem Bogen hoch, um auf der Promenade entlang zu rollen, wo sich auch ein paar Restaurants mit Außenbereich befinden. Dabei kommt man an einer der vielen Hochschulen von Stettin, dem Nationalmuseum und dem Woiwodschaftsamt Westpommern vorbei. Alle Institutionen sind in tollen Gebäuden untergebracht.

An dem Theater Kana, der Philharmonie und dem Königstor vorbei, wechseln wir die Straßenseite und sind nun in der Altstadt. Sie ist allerdings nicht so zusammenhängend, wie man das von anderen Städten kennt, und so müssen wir ein wenig suchen. An der großen Straße steht zwar noch ein Wegweiser, doch die Führung „verschwindet“ unterwegs. Mit Googlemaps hangeln wir uns vom Marstall und dem Schloss der Pommerschen Herzöge vorbei am Loitzenhof zum Rynek, einem schönen Platz mit vielen ansehnlichen Häusern.

Von dort aus geht es über eine vielbefahrene Straße – leider erst einmal ohne Radweg – an der Basilika und dem Berliner Tor vorbei zum Anderspark. Von dort steuern wir „Bro Burgers“ in der Generala Ludomita Rayskiego an. Zum späten Mittagessen gönnen wir uns in dem hippen Laden jeweils einen Burger. Über die Ksiecia Boguslawa X, einer verkehrsberuhigten Straße mit prächtigen Häusern, nähern wir uns wieder dem Berliner Tor, lauschen dem tollen Glockenspiel der Herz-Jesu-Kirche, blicken auf die Bugenhagen- sowie St.-Johannes-Evangelist-Kirche und fahren über die Jakobskathedrale zum Palast „Unter dem Globus“.

Vorbei am Palars der Pommerschen Herzöge queren wir wieder die Straße, dieses Mal mit Blick auf den Siebenmantelturm, und fahren wieder die Schleife hoch zur Brücke. Es steht der Rückweg an – erneut an der mehrspurigen Straße entlang, hinter dem Hafengebiet allerdings links haltend am Segelsport-Flugplatz vorbei Richtung Yachthafen.

Stadtnahes Naturerlebnis – in der Buchheide wird dies auf jeden Fall geboten. Auch Stettin selbst bietet einige Parks und Plätze. Immer wieder kommen wir an tollen Gebäuden vorbei. Zwar kommen wir – durch Zufall – auch auf ein paar Radwege. Was definitiv fehlt ist ein zusammenhängendes Radnetz, das in Stettin die Sehenswürdigkeiten verbindet.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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