Dehääm

Großer Feldberg (Taunus)

Von unserem Balkon aus sehen wir ihn bei gutem Wetter aus der Ferne: Den Großen Feldberg im Taunus. Höchste Zeit also, ihn einmal zu besteigen.

Blauer Himmel, Sonnenschein, Temperaturen über 10 Grad – es wird Frühling und unser Drang draußen etwas zu unternehmen ist hoch. Wie gut, dass das Wochenende vor der Tür steht und andere Besorgungen sich verlegen lassen. Wir machen uns auf zum Großen Feldberg, in rund 50 Minuten sind wir mit dem Auto da.

Der auf dem Plateau 1937 errichtete Fernsehturm gehört zu den ältesten Fernsehtürmen in Deutschland.

Wirklich erklimmen muss man den höchsten Berg des Taunus und des gesamten Rheinischen Schiefergebirges nicht, denn eine gut ausgebaute Straße führt bis nach oben. Auf 879 Meter gibt es nicht nur Gipfelkreuz, Sendemast und Aussichtsturm, sondern auch einen Parkplatz. Da das Wetter gut ist, sind viele Ausflügler unterwegs, die Parksituation ist etwas chaotisch. Doch weiter unterhalb gibt es am Straßenrand viele Abstellplätze – die letzten Meter zu Fuß zu erklimmen, ist sowieso schöner.

Vereist ist der Weg nach oben.

Der Weg nach oben erweist sich als kleine Herausforderung, denn der Schnee der vergangenen Wochen hat sich in eine großen Eisfläche verwandelt. Wir suchen die wenigen Eisfreien Flächen und arbeiten uns Schritt für Schritt nach oben. Kinder kommen uns entgegen, die eine große Freude am runter schlittern haben, aber auch Erwachsene, die vorsichtig einen Fuß vor der anderen setzen. Ein wenig erinnert uns das an unseren Ausflug auf den Gletscher in Island – auch wenn die Landschaft um uns herum ganz anders ist.

Der Winter ist vorbei, der Frühling kann kommen.

Oben angekommen passieren wir den Falkenhof. Ursprünglich ging es der 1965 gegründeten Falknerei darum, den Uhubestand in Deutschland zu sichern. Heute betreibt der Hof eine Pflege- und Aufzuchtstation, die besichtigt werden kann. Wir passieren viele Menschen, die auf der Treppe zur Gaststätte oder den Absperrungen mit einem Kaltgetränk ihre Gesichter in die Sonne strecken. Heute zieht es wirklich alle nach hier oben: Wanderer, Mountainbiker, Motorradfahrer, Jogger, Spaziergänger, aber auch Familien mit Schlitten und vereinzelt noch Menschen mit Skiern.

Blick über das Plateau.

Vorbei am Gipfelkreuz und der Bushaltestelle laufen wir Richtung Freifläche. Wir genießen den weiten Blick in den Taunus. Am nördlichen Rand des Plateaus liegt der Brunhildisfelsen. Viele Kinder klettern hier herum, eine Infotafel erklärt, dass die Heilige Hildegard auch einmal hier gewesen sein soll.

Der am nördlichen Rand des Plateaus liegende Quarzit-Felsen wird Brunhildisfelsen genannt.

Wir drehen weiter unsere Runde über das Plateau und finden viele tolle Fotomotive. Unser Spaziergang endet am 40 Meter hohen Aussichtsturm. 1902 errichtet, brannte er 1943 nach einem Flugzeugabsturz vollständig ab. Der Hessische Rundfunk baute ihn 1949 wieder auf und installierte eine Sendeanlage. Am Kiosk finden wir auch eine alte Reklame von Onkel Otto, dem Maskottchen des HR. Wer Eintritt bezahlt, kann den Turm besteigen. Uns genügt die Aussicht von unten. Und klar, dass wir auch Richtung Mainz blicken…

Blick in den Taunus

Das Angebot an Wandertouren ist groß.

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