Dynamikum Pirmasens
Dehääm

Dynamikum Pirmasens

Ausflugszeit in den Sommerferien. Die Familie hat Ferien, der Sonntag ist schon lange geblockt: Wir lösen unser Muttertagsgeschenk ein – auf ins Dynamikum nach Pirmasens. In dem Technikmuseum kommen Klein und Groß auf ihre Kosten.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Schuhfabrik ist seit 2008 das Dynamikum.

Eigentlich wollten wir ja nach Fischbach zum Baumwipfelpfad und Biosphärenhaus, doch die Wetterprognose ist schlecht und bei glitschigen Wegen und gesperrten Rutschen macht der Ausflug dorthin nicht so viel Spaß. Schnell einigen wir uns auf das Ersatzprogramm in Pirmasens und sind gespannt, wie es auch bei den beiden Kids ankommt. Doch der Vierjährige und die Einjährige sind genauso begeistert wie wir vier Erwachsene von den vielen Stationen, an denen man physikalische Gesetze und allerlei anderes Naturwissenschaftliches ausprobieren kann.

Rund 150 Stationen sind es, an denen wir uns interaktiv ausprobieren können. Unterteil sind sie in die acht Bereiche „Antritt“, „bewegte Masse“, „Dreh“, „Bewegungsmaschinen“, „schnelle Natur“, „Menschenkräfte“, „Denken in Bewegung“ und „Tanz der Welt“. Toll ist auch der Bezug zur Region und der früheren Verwendung des Gebäudes: Untergebracht in der ehemaligen Schuhfabrik Rheinberger sind die ersten Ausprobierstationen der Schuhherstellung gewidmet. So testen wir an einer beispielsweise, welche Schuhsohle am besten auf der sich immer stärker neigenden Fläche haften.

Die Kids haben riesigen Spaß, als mein Schwager und ich uns auf einem Rad abstrampeln, um Luft in ein Luftkissen zu pumpen und uns dann Hover-mässig mit dem Gefährt fortzubewegen. Toll ist auch eine Röhre mit Luftstrom, in die wir Bälle und Schaumstoff-Schnipsel werfen und wieder auffangen, weil sie oben wieder rausfliegen. Die Einjährige erfreut sich an der Wippe, über die sie laufen kann, und an einer Spirale, die sich Schlangenförmig bewegt, umso mehr man einen Stab in Schwingung bringt. Wir machen Kunst – mit Sand und einem auf einem sich bewegenden Brett befestigten Stift.

Dynamikum Pirmasens
Kunst mit Sand

An einer Wand können wir verschiedene Rädchen selbst zusammenbauen – Ziel ist es, durch den Mechanismus eine Glocke zum Läuten zu bringen. Witzig ist eine Rüttelmaschine, auf die man seine Füße legt, und die dann, passend zu einer ausgewählten Musik, den kompletten Körper in Schwingung bringt.

Zur Mittagspause zieht es uns in den nahe gelegenen Strecktalpark. Unterhalb des Dynamikums gelegen, sind auch dort einige Exponate zum Ausprobieren. Sehr beliebt beim Vierjährigen trotz schlechtem Wetter: Das Wasser, das parallel zum Weg verläuft und an unterschiedlichsten Stellen gestaut oder auch umgeleitet werden kann. Im Park packen wir unser Picknick aus – auch wenn es ein wenig frisch ist, aber immerhin regnet es nicht.

Im Strecktalpark gibt es auch noch das ein oder andere zum Ausprobieren.

Anschließend gehen wir die zweite Etage der 4.000 m² großen Ausstellungsfläche an. Mit der eigenen Bewegung spielen – das funktioniert an mehreren Stationen. In einer kleinen Arena machen 36 Kameras viele Bilder von einem beim Springen. Zusammengestellt wird ein kleiner Film – witzig anzuschauen, wie der Sprung in Slow-Motion aussieht. Berechnet werden außerdem Sprung-Höhe und -Geschwindigkeit sowie der Energieaufwand. Interessant ist eine Station, in der man auf einem Hometrainer Rad fährt und in einem Spiegel dann das Skelett in Bewegung gezeigt wird: Gut erkennbar, welche Knochen sich beim Radfahren wie bewegen.

Für die Nostalgiker gibt es dann auch eine Retro-Gaming-Station: Wir zocken Tennis anno achtziger Jahre – herrlich:

Retro-Gaming

Der Hit bei den Kids dagegen sind die Rutschen, die die zwei Ausstellungsflächen vereinen. Unzählige Male rutschen wir runter – wir müssen ja schließlich herausfinden, welche der beiden Steigungen dafür sorgt, dass man schneller ist…

Fazit: Das Dynamikum in Primasens ist der perfekte Ausflugsort für einen Regentag. Es gibt viel zu Entdecken und zum Ausprobieren. Wir waren rund drei Stunden da – und haben längst nicht alles intensiv getestet. Es gibt zum Beispiel auch einen Escape-Room oder derzeit eine riesige Spielfläche, auf der allerlei gebaut werden kann. Kinder unter fünf Jahren bezahlen übrigens nichts – und haben dennoch jede Menge Spaß dabei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.