Uttewalder Grund
Zu Fuß

Sächsische Schweiz: Wanderung Wehlen – Uttewalder Grund – Lohmen

Der Uttewalder Grund ist einer der Hotspots im Elbsandsteingebirge. Wir verbinden die Wanderung durch die von großen Felsen gesäumte Schlucht mit den „Städten“ Wehlen und Lohmen.

Direkt hinter dem Dorf Wehlen gibt es einen großen Parkplatz, auf dem wir unseren Bus abstellen und runter in die Stadt Wehlen laufen. Kleiner Tipp: Der von Dorf Wehlen kommende Parkplatz auf einer Wiese kostet nichts, der befestigte dahinter dagegen schon. Über einen gepflasterten Weg geht es mit bester Panoramasicht nach unten – mit Blick auf die Elbe, die gegenüberliegenden Ortschaften Naundorf und Pötzscha sowie die beeindruckende Landschaft.

In Wehlen stoppen wir nur kurz für einen Toilettengang, dann folgen wir der Beschilderung zum Uttewalder Grund, passieren den Weg unterhalb der Burgruine und tauchen erst einmal ein in den Wehlener Grund. Flach und nur an einigen Stellen ganz leicht ansteigend verläuft der breit angelegte Weg. Daneben meinen wir ein Flussbett zu erkennen, doch es fließt kein Wasser. Einige Familien sind hier unterwegs – mit Kinderwagen und Laufrad lässt sich diese Strecke eben gut bewältigen.

Und dann wird die Schlucht enger. Die hohen Sandsteinfelsen ragen rechts und links empor, manchmal bis zu 90 Meter. Teilweise sind sie mit Moos bewachsen, oft sehen wir Farne. Immer wieder gibt es abstrakte Formationen zu bestaunen und Höhlen zu entdecken. Richtig toll ist es hier – auch wenn einige Leute in der Schlucht unterwegs sind.

Anders war das wohl zu Zeiten Caspar Davis Friedrichs. Er wanderte 1801 eine Woche lang in diesem Gebiet und schrieb: „(…) in dieser ganzen Zeit traf ich keinen lebenden Menschen.“ Stattdessen zeichnete er – das Felsentor (drei ineinander verkeilte Felsblöcke) und die Schlucht.

Schon bald erreichen wir die Waldidylle, an der sich viele Wanderer etwas zu essen und trinken besorgen. Wir laufen weiter und nehmen die vielen (natürlichen) Treppenstufen nach oben Richtung Uttewald. Oben angekommen picknicken wir – mit selbstgebackenem Brot, Pfälzer Dosenwurst und gekochten Eiern.

Wir laufen weiter durch das verschlafene Uttewald hindurch und ein Stück die Straße entlang. Vorbei am Parkplatz und zwei Bushaltestellen erreichen wir den Feldweg Richtung Lohmen. Viele Maler waren zur Zeit der Romantik in dem Örtchen, das heute sehr lang gezogen sich an einer Straße entlang zieht. Diese laufen wir entlang und begutachten viele hübsch gemachte Häuschen und Gärten.

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An der Lohmener Kirche aus dem Jahr 1789 stoppen wir kurz – Hans Christian Andersen hatte sie wegen ihrer tollen Akkustik einst als eine der schönsten Kirchen Sachsens bezeichnet. Ums Eck ist das alte Schloss, in dem heute die Gemeindeverwaltung untergebracht ist. Leider hat das Eiscafé dazwischen nicht auf, gefühlt auch nichts anderes, und so wird aus unseren Kuchen-Plänen für diesen Nachmittag nichts.

Kirche Lohmen

Über eine schöne Kastanienallee verlassen wir den Ort und laufen Richtung Dorf Wehlen. Die Straße ist durchaus eine offizielle, doch während wir unter den Kastanien- und später Kirschbäumen entlang laufen, werden wir lediglich von einer Ente und einem VW-Bus überholt.

Lohmen - Dorf Wehlen

Nach etwa zwei Kilometern mit bestem Blick auf den markanten Lilienstein und Königsstein erreichen wir das Dorf Wehlen. Vorbei an der Kirche folgen wir der Straße durch den kompletten Ort. Beim Miniaturland Kleine Sächsische Schweiz werfen wir nur einen kleinen Blick hinein – für Kinder ist’s bestimmt toll, mit einer Mini-Eisenbahn durch den „Park“ zu fahren. Wir nehmen den letzten Anstieg aus dem Dorf hinaus und kommen nach zwölf Kilometern und zweieinhalb Stunden reiner Laufzeit wieder an unserem Parkplatz an.

Die Tour findet ihr dokumentiert auf Outdoor Active.

Jule Lumma

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als Leitung Digital bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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