Harz Thale
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Unterwegs im Harz: Thale

Thale liegt am nordöstlichen Rand des Harzes und bietet einige Naturdenkmäler, die wir bei unserem Harz-Stopp anschauen wollen. Eine große Wanderung wird es nicht, doch innerhalb kürzester Zeit lassen sich ein paar Punkte ansteuern.

Wir parken auf dem großen Parkplatz am Hexentanzplatz. Dieser ist eigentlich gebührenpflichtig – zur Zeit unseres Besuches ist das ausgesetzt, denn die Attraktionen, die man von hier aus erreicht, haben alle zu. In Laufweite finden sich eine Sommerrodelbahn, ein Tierpark mit Minigolfanlage, diverse Gastronomie-Angebote und die Bergstation der Seilbahn. Dazu kommen Hexen-Museum, Bergtheater und Walhalla-Halle.


Uns zieht es zuerst Richtung Tierpark. Denn an dem kann man auch außen entlang spazieren. Dabei sehen wir ein paar Tiere, darunter Wölfe. Und diese beobachten wir eine Weile. Entspannt liegen sie in ihrem Naturbelassenen Gehege oder streunen umher. Dass wir einige Meter entfernt stehen, interessiert sie nicht. Nun gut, es sind ja auch Tiere, die an Menschen gewöhnt sind.

Vom Wolfs-Beobachtungsplatz ist es nicht weit zur La Viershöhe. Von der Erhebung aus gibt es einen wunderbaren Blick in das Bodetal. In dem tief eingeschnittenen Flusstal soll man wunderbar wandern gehen können. Allerdings gibt es aktuell wegen Waldarbeiten Sperrungen in dem Bereich. Der Name soll übrigens an den Förster La Viers erinnern, der im 19. Jahrhundert der ranghöchste Forstbeamte in der preußischen Provinz Sachsen war. Wie auf Wikipedia nachzulesen ist regte er noch vor der Gründung des Harzklubs an, Wanderwege einzurichten.

Auf der anderen Seite ist die Roßtrappe zu erkennen, ein 403 Meter hoher Granitfels. Über Wanderwege kann man sie erreichen – oder aber von Thale aus mit der Seilbahn hochfahren.

Nach dem Abstecher zur La Viershöhe laufen wir zurück zum Hexentanzplatz. Auf dem Plateau befindet sich beispielsweise ein Hexenhaus und eine Figurengruppe, die unter anderem Teufel und Hexe zeigen. Von dort aus gehen wir vor zu den Restaurants, an denen vorbei ein kleiner Pfad (mit kurzer Klettereinlage) zu einem Aussichtspunkt führt. Von hier aus blicken wir erneut ins Bodetal, aber auch auf Thale. Geht man ein Stück an der Rückseite der Restaurants entlang, sieht man noch einmal eine schöne Felsengruppe.

Wir gehen weiter Richtung Bergtheater – übrigens eines der ältesten Naturtheater Deutschlands. Es wurde bereits 1903 gegründet. Im Museum der Walpurgishalle wird allerlei rund um die Sagenwelt des Harzes ausgestellt, gegenüber findet sich ein Hexenmuseum. Bei unserem Besuch ist alles geschlossen, so können wir leider nicht mehr dazu schreiben. Zu sehen bekommen wir allerdings den Sachsenwall. Die Trockenmauer aus Granitblöcken wurde vermutlich zwischen 750 und 450 vor Christi errichtet und gehörte einst zu einem Befestigungssystem der Homburg. Zu sehen gibt es davon heute noch etwa 150 Meter, die sich durch den Wald ziehen.

Über die Seilbahn laufen wir zurück zum Parkplatz und fahren weiter nach Quedlinburg.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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