Frankreich: Les Baux-de-Provence
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Unterwegs in Frankreich: Les Baux-de-Provence

Was für ein Anblick! Diese massiven, imposanten Felsen, die so charakteristisch für Les Baux-de-Provence sind. Wir fühlen uns eher wie in einer Filmkulisse denn in Südfrankreich.

Das Plateau wurde schon frühzeitig besiedelt. Grotten in den Felsen boten die Möglichkeit unterzukommen. Im 10. Jahrhundert entstand eine Festung, die noch besteht. Heute ist das Plateau samt Festung beliebt bei Touristen. In einem alten Steinbruch kann man Multimedia-Kunstprojektionen erleben: Den Carrières de Lumières lassen wir zwar aus, doch das Plateau mit seinen engen Gassen und imposanten Bauten schauen wir uns an.

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Geparkt wird auf den Seitenstreifen der Straße (Parkflächen sind eingezeichnet) oder auf ein paar verstreut liegenden Parkplätzen. Wir haben Glück, einen Busfreundlichen Platz zu finden. Obwohl wir in der Nebensaison unterwegs sind, so findet sich doch einige Besucher hier ein. Wir wollen nicht wissen, wie es hier aussieht, wenn wirklich viele Touristen in der Provence unterwegs sind. Parken ist übrigens teuer: Für zwei Stunden zahlen wir sechs Euro.

Wir kommen über einen schmaleren Pfad in das Dorf rein, der vom Parkstreifen nach oben führt. Der Haupteintritt erfolgt über die Porte Mage. Wir lassen uns leiten durch die Gassen. Viele der Cafés und Restaurants haben hier zur Mittagszeit offen. Geschäfte laden zum Stöbern ein: Mal finden wir Lavendelseife, mal französische Süßigkeiten, mal Trüffel in den unterschiedlichsten Zubereitungsarten, mal Käse und Wurst.

An der höchsten Stelle angekommen, befindet sich der Friedhof. Gegenüber steht eine Kapelle. Dahinter ist die Festungsanlage, die gegen Eintritt auch besichtigt werden kann. Doch wir sehen vieles auch gut aus der Ferne und haben kein Interesse, uns Kanonen und Co von Näherem anzuschauen. Stattdessen genießen wir den einzigartigen Ausblick auf die Ebene. Die Herbstfarben sind so schön anzuschauen: Die Weinreben schimmern in den unterschiedlichsten Farben, dazu der helle Fels und der blaue Himmel.

Wir laufen wieder in die „Unterstadt“ und kommen schließlich an der Kirche St. Vincent heraus. Sie ist teilweise in den Felsen gehauen. Der helle Stein kombiniert mit den bunten Fenstern geben der Kirche im Inneren eine ganz besonderen Atmosphäre. Es lohnt sich, sich einmal kurz niederzulassen und inne zu halten. Schräg gegenüber findet sich übrigens die Chapelle des Pénitents Blancs, deren Wände von einem provenzialischen Künstler bemalt sind.

Nach dem Spaziergang durch den hübschen Ort lassen wir uns im „Le Café de Lily“ nieder. Zum Milchkaffee gibt es eine Auswahl an französischen Süßspeisen. Sehr lecker! Anschließend laufen wir noch zu den Carrières de Lumières. Bereits der Eingangsbereich sieht imposant und einladend aus. Uns ist es allerdings zu voll. Bei schlechtem Wetter kommen wir mal wieder!

In der Region lässt sich übrigens auch ganz wunderbar wandern. Wir haben ein paar interessante Touren entdeckt. Für unseren Besuchstag sind wir nun etwas zu spät dran, um noch eine Runde laufen zu gehen. Aber man braucht ja auch ein paar Gründe, um wiederzukommen.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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