Wandern im Saarland: Kirkeler Tafeltour
Zu Fuß

Wandern im Saarland: Kirkeler Tafeltour

Wir sind mal wieder im Saarland unterwegs und laufen mit lieben Freunden die Kirkeler Tafeltour. Die einfache Tour verbinden wir mit einem Stopp auf der Kirkeler Burg – so landen wir bei rund zehn Kilometern.

Los geht es am Wanderparkplatz am Naturfreundehaus in Kirkel. Die Tafeltour ist gut ausgeschildert, so dass man sich gut an den weißen Schildern mit der Kochmütze orientieren kann. Wir laufen die Tour entgegen des Uhrzeigersinns, anders als auf der Karte angegeben. Damit heben wir uns die spektakulärsten Felsen für den Schluss der Tour auf, was super passt, denn nach langem Nicht-Sehen haben wir gerade zu Beginn einiges zu bequatschen und nicht allzu viel Aufmerksamkeit für die Umgebung. Dabei ist die auch echt schön!

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Auf schmalen Pfaden umrunden wir den Hutschucker Kopf (351 Meter), der zwar – vor allem für die aus dem Schwarzwald kommende Freundin – wenig Höhenmeter bietet, aber mit seinem schönen Mischwald überzeugt. Das Grün des Moses leuchtet in der grau-trüben Umgebung. Und ein paar erste Felsformationen gibt es auch bereits zu sehen.

Wir erreichen den Frauenbrunnen, den bereits die Kelten als Kultstätte nutzen. In dem langgezogenen Felsen befinden sich ein paar Kuhlen und Höhlen. In einer tröpfelt das Wasser, in eine andere kann man rein krabbeln und mit dem Kopf aus einem Loch wieder an die Oberfläche blicken. Ein schöner Spiel- und Erkundungsplatz. Ein paar Bänke laden auch zum Verweilen ein.

Weiter geht es über einen breiteren Waldweg. Wir folgend dem gelogischen Lehrpfad. Viele verschiedene Gesteinsarten liegen am Wegesrand – und klar finden sich hier auch viele Erklärtafeln. Wir biegen schließlich links ab und durchschreiten das Tor zum Felsenpfad – Erinnerungsfoto inklusive. Wer übrigens nicht so weit laufen möchte, kann auch nur den Felsenpfad besuchen. Die Tour ist dann knapp vier Kilometer lang.

Auf den nun folgenden Kilometern staunen wir über bizarre Felsformationen und prächtige Buntsandsteinfelsen, teilweise auch mit Gravuren beispielsweise vom Deutschen Alpenverein. Leicht steht der Nebel hier in den Bäumen. Das sorgt für eine mystische Stimmung. Es lohnt sich also, nicht nur bei Sonnenschein auf dem Felsenpfad unterwegs zu sein.

Einige Felsen sind mit einem Namen versehen. Da gibt es beispielsweise den Unglücksfelsen und die Hollerkanzel. Eine Infotafel weist darauf hin, an welchen Felsen auch geklettert werden darf. Viel zu schnell endet unsere Erkundungstour an den eindrucksvollen Felsen und so erreichen wir bald wieder den Wanderparkplatz. Zur Kirkeler Burg ist es von hier aus nicht weit, sodass wir den Abstecher dorthin noch mitnehmen.

Die Burgruine erhebt sich auf einem kegelförmigen Buntsandsteinfelsen. Bereits von der Tafeltour hatten wir sie durch den Wald hindurch gesehen. Der Felsen diente einst zur Sicherung der römischen Straße, die von Innergallien über Saarbrücken zum Oberrhein führte. Die Burg selbst wurde laut Webseite des Förderkreises, der die Anlage betreut, 1075 erstmals als Gaugrafenburg urkundlich erwähnt.

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Wir laufen einmal rundherum, sehen die Stände des Mittelaltermarktes, der zu Nicht-Corona-Zeiten im Mai stattfindet, und erklimmen die Plattform, von der aus wir – zwischen den beiden Türmen stehend – einen Blick auf den Ort haben. Ein schöner Abschluss einer schönen Tour.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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