Wandern im Rheingau: Kloster Marienthal - Stephanshausen - Kloster Nothgottes
Zu Fuß

Wandern im Rheingau: Kloster Marienthal – Nothgottes

Von Kloster zu Kloster führt diese rund zwölf Kilometer lange Wanderung durch die Wälder des Rheingaus. Orientiert haben wir uns bei der Rundtour über zweieinhalb Stunden an diesem Outdoor-Active-Eintrag:

Bereits auf der Anfahrt kommen wir an einem Kloster vorbei. Rund um Johannisberg waren wir schon wandern – das ist auch sehr schön da. Heute wollen wir im Hinterlandswald unterwegs sein. Wir starten in der Nähe des Klosters Marienthal, laufen Richtung Stephanshausen, wo wir bereits auf dem Himmelssteig unterwegs gewesen sind. Von dort geht es über das Kloster Nothgottes wieder zurück nach Marienthal.

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An der Ostermühle und der Schleifmühle fahren wir vorbei, dann kommt auf der rechten Seite der Kreisstraße ein Parkplatz. Bis zum Kloster Marienthal ist es von hier aus nicht weit. Wir parken und laufen erst einmal von der Klosteranlage weg. Es geht in den Wald rein und aufwärts. Schließlich landen wir auf einem breiteren Waldweg und schlagen die Richtung zum Kloster ein. Wir erreichen die ersten Kapellen und Kreuzwegstationen, die sich rund um die Wallfahrtskirche befinden. Sie sind im Inneren sehr schön gestaltet – es lohnt sich also der Blick hinein.

Hinter der imposanten Kirche befindet sich ein großer Platz mit vielen Plätzen. Auf diesem Pilgerplatz werden regelmäßig Gottesdienste – auch im Freien – angeboten. Dahinter stoßen wir auf eine Gedenkstelle, an der die Franziskaner an verstorbene Haustiere erinnern. Wer möchte, kann den Kreuzweg gehen.

Wir verlassen die Klosteranlage, die sich schön in die Natur eingliedert, Richtung Stephanshausen. Oberhalb des Elsterbachs laufen wir durchs Tal. Osterglocken stecken hier und da ihren Kopf heraus. Rechts und links des Weges liegt noch ein wenig Schnee.

Es geht ein Stückchen durch Stephanshausen hindurch. Vorbei an Pferdekoppeln sind wir bald wieder im Wald und folgen dem geraden Weg. Schnell kommt man hier vorwärts. Ab und an sollte man auf der Karte nachschauen, denn es finden sich hier in dem Gebiet Hügelgräber. Ausgeschildert sind sie nicht, aber auf der Outdoor-Active-Karte erkennbar.

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Nachdem wir die Straße gequert haben, biegen wir kurze Zeit später links ab und kommen zum angestauten Stegbach. Nett angelegt plätschert hier das Wasser über ein paar Stufen. Wer möchte, kann statt links zum See abzubiegen, gerade aus weiterlaufen Richtung Nothgottes. Dabei passiert man die Ruine Pixholz.

Kurze Zeit später erreichen wir auch über diesen Weg Nothgottes, ein Zisterzienser-Kloster und Wallfahrtsort. Die Geschichte geht zurück bis in das 14. Jahrhundert, als Ritter Brömser hier eine Kapelle errichtete. Später entstand ein Kloster und Nothgottes wurde zum Wallfahrtsort. Die damalige Diözese Limburg übernahm 1932 das Gelände, das kurze Zeit später vom St. Vincenzstift übernommen wurde. Bis 1937 betreuten die Dernbacher Schwestern behinderte Kinder. Im Laufe der Zeit war Nothgottes Altersheim, Müttergenesungsheim und Bildungshaus. 2013 zogen wieder Mönche in das Kloster ein – Zisterzienser aus Vietnam. Mehr zur Geschichte gibt es übrigens in diesem Beitrag des Wiesbadener Kuriers.

Nach dem Kloster laufen wir ein Stück auf dem Rheinsteig. Es geht Richtung Antoniuskapelle. Dahinter queren wir wieder die Straße und erreichen mit bester Aussicht auf den Rhein und Rheinhessen den Ort Marienthal.

Nach einem kurzen Schlendern durch den Ort erreichen wir wieder das Kloster Marienthal. An der Straße entlang laufen wir zurück zum Parkplatz. Keine fünf Minuten später sind wir da und wechseln die leicht vermatschten Wanderschuhe gegen die sauberen Turnschuhe.

Die Rundtour ist einfach zu gehen und empfiehlt sich für all diejenigen, die sich beim Laufen etwas unterhalten wollen und neben Natur auch ein bisschen was sehen wollen. Bei den beiden Klostern, aber auch in Stephanshausen kann man einiges entdecken.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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