Radfahren in Polen: Mietkie – Szczytno – Dabrowa
Bei bestem Wetter starten wir von unserem Agriturismo zu einer 63 Kilometer langen Radtour durch die Masuren. Wir entdecken dabei ein paar kleine Dörfer und fahren Szczytno an, das frühere Ortelsburg. Und wie sollte es anders sein in den Masuren: Seen passieren wir natürlich auch.
Die ersten drei Kilometer zur Straße sind nicht so leicht mit den E-Bikes zu bewältigen: Sand und Schotter wechseln sich ab, dazu geht es hoch und runter. Doch es sind ja nur drei Kilometer, dann kommen wir an die Hauptstraße und folgen dieser ein Stückchen, bevor es links ab geht. Wir entdecken die ersten Störche.

Bald schon sind wir auf einem gut ausgebauten Radweg, dem wir mehrere Kilometer folgen. Wir vermuten, dass dies ein alter Bahndamm ist, denn ab und an kommen wir an Häusern vorbei, die an alte Bahnhöfe erinnern. Manchmal ist sogar noch ein Schild mit dem Ortsnamen befestigt.

Kurz hinter Dzwierzuly und einer Art Kiesgrube verlassen wir den gut ausgebauten Radweg und fahren ein Stück auf einer Schotterpiste, die auf der einen Seite noch Kopfsteinpflaster hat. Es geht unter einem Damm hindurch. Wir landen auf einer Straße und biegen links Richtung Orzny ab. Von dort aus radeln wir nach Mietkie, wo wir eine Runde durch den Ort drehen.





In Mietkie merken wir, dass es hier jede Hausnummer nur einmal zu geben scheint. Es wird einfach hochgezählt, in der anderen Straße geht es einfach weiter. Als wir durch andere Orte fahren, achten wir darauf, und entdecken dort das gleiche Muster. Auffällig sind außerdem die Bushaltestellen, die besonders bemalt sind. In Mietkie sehen wir verschiedene Häuser, mal herrschaftlich alt, mal etwas heruntergekommen, mal modern. Am Dorftümpel gibt es unter einem großen Baum eine Bank und ein Schild zum Ort. Hier stoppen wir kurz für eine Trinkpause.
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Auf gleicher Strecke fahren wir wieder zurück an die Stelle, wo wir rausgekommen sind, und folgen der Straße noch ein Stückchen weiter. Umgeben sind wir von einem schönen Wald. Links von uns liegen mehrere Seen. Wir treffen wieder auf den gut ausgebauten Radweg und folgen diesem nun bis Szczytno.

Wir kommen gerade im früheren Ortelsburg an, da fängt es an zu regnen. Wir ziehen zumindest schnell die Regenjacke über und fahren an der Polizeiakademie vorbei rein in den Ort. Dabei bietet sich uns ein Bild, bei dem wir uns an Filme erinnert fühlen: Unzählige Holz-Beton-Verschläge vor Plattenbauten, die als Garagen dienen dürften. Wir biegen hier ab und landen an dem ersten der beiden Seen von Szczytno. Der Regen hat nachgelassen, die Sicht über den See auf Kirche und den Turm der Ortelsburg ist schön. Auch der Park drum herum ist toll angelegt. Witzig finden wir die Hydranten, die wie Männchen angemalt sind.
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Wir fahren zur Ortelsburg und dem zweiten See. Dort steigen wir erneut von den Rädern, machen ein paar Fotos und finden vor dem wieder einsetzenden Regen etwas Schutz unter einem der Pavillons, die auf einem Steg sind.





An Holzfiguren vorbei fahren wir Richtung Brauerei und dem Haus, in dem der Kulturverein der „Deutschen Heimat“ in Ortelsburg untergekommen ist. Wir bleiben auf dem Radweg, der am See entlang führt, verpassen dabei erst einmal den Abzweig zur eigentlichen Route, und kehren um, als wir merken, dass wir wieder auf dem Weg zurück nach Szczytno sind. Also wieder ein Stück zurück, über einen kleinen Pfad und durch ein Neubaugebiet auf den „richtigen“ Radweg.
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Bald kommen wir in einen Wald und werden über eine sandige Piste geleitet. Eigentlich hatten wir vor, hier noch ans Wasser zu fahren. Da es aber weiter regnet und es wenig Spaß macht, auf diesem Weg mit den E-Bikes Rad zu fahren, beschließen wir, noch ein Stückchen durch den Wald zu radeln, um dann wieder auf die Straße zu kommen. Der Weg wird auch etwas weniger sandig. Schnell vorwärts kommt man zwar nicht, doch der Wald um uns herum mit Haselnusssträuchern, Buchen und Kiefern ist kräftig grün und schön anzuschauen.
Auf der Straße angekommen, folgen wir dieser nach Linowo und biegen dahinter links ab nach Dabrowa, dem früheren Damrau. Am Ende der Straße soll man noch einmal an den See kommen, doch als wir in der Kolonie Dabrowa ankommen, finden wir keinen Zugang zum Wasser, sind allerdings auch nicht wirklich hartnäckig unterwegs, da der Regen wieder eingesetzt hat. In Damrau entdecken wir ein paar Bauernhöfe sowie moderne und renovierte Häuser. Idyllisch ist Damrau von Feldern und Wald umgeben, Kühe weiden am Ortseingang.





Von Damrau aus geht es zurück zur Hauptstraße und kurze Zeit später wieder links ab auf den Sand-Schotterweg zum Agiturismo.
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