Österreich Faaker See
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Techuana (Österreich)

Ein paar Tage „Simple life“ – herrlich auf dem Zeltplatz Techuana der österreichischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Toll gelegen am Rande der julische Alpen bietet sich der Platz wunderbar an für schöne (Mehrtages-)Wanderungen und Schwimmen im See.

Dank der VCP Bundesfahrt verbringen wir ein paar Tage im Dreiländereck Österreich – Italien – Slowenien. Die Idee der Bundesfahrt: Die Teilnehmenden gehen in Gruppen zehn Tage hajken (sind also mit Rucksack wandernd über mehrere Tage unterwegs). Vor Ort gibt es ein Team, das bei Fragen und Notfällen unterstützen kann. Beim gemeinsamen viertägigem Nachlager in Techuana ist dann Entspannen und Austausch über das Erlebte angesagt.

Da Lukas die Bundesfahrt mitleitet, verbringt er etwas mehr als zehn Tage auf dem Platz, Jule kommt für fünf Tage dazu. Tagesinhalt: einkaufen und kochen, Lager aufbauen, Programm machen, Dinge für die Teilnehmenden organisieren, sodass sie tolle Tage haben. Doch es bleibt auch Zeit für Ausflüge.

Für Lukas geht hoch auf den Mittagskogel – ein faszinierend aussehender Berg von 2145 Meter Höhe. Schon von weitem fällt der Berg auf, die Spitze scheint nur aus Geröll zu bestehen. Die Wanderung samt Übernachtung in der ehemaligen Anna-Hütte hat es in sich – ist aber wirklich empfehlenswert, wie ihr bald in einem eigenen Blogeintrag nachlesen könnt.

Als Jule nach kommt, wird erst einmal Villach erkundet. Die nahe gelegene Kleinstadt feiert just an dem Wochenende Kirchtag. Alle Villacher sind – so wirkt es zumindest – in Tracht unterwegs: Lederhosen, Hemden, Dirndl, interessante Fußbekleidung wie mit Fell bezogene Holz-Glogs, wenigstens aber schwarze mit roten Verzierungen bedruckte Polos. In den Straßen hängen bunte Wimpel, die Stadt hat sich herausgeputzt und ist vor allem voll. Die Sehenswürdigkeiten kommen da kaum zur Geltung, und zwischen den vielen Menschen lässt sich nicht ganz so entspannt entlang bummeln. Doch der besondere Flair Villachs wird deutlich, als wir über eine bunt geschmückte Brücke Richtung inneren Stadtkern laufen, mit Blick auf eine hübsch anzusehende Kirche und die Bergkulisse im Hintergrund.

Zum Abschluss des Ausfluges geht es an den Faaker See. Es ist richtig warm, so ist der kalte See eine Wohltat. Wir entscheiden uns für das Strandbad – mit Abendtarif mit knapp unter zwei Euro und nicht mehr so viel los eine gute Wahl. Wer sich langsam an die Kühle gewöhnen mag, läuft langsam rein – die Bucht ist flach. Von einem Holzsteg lässt sich aber auch beherzt reinspringen.

Die Bergkulisse ist mal wieder fantastisch, auch der Mittagskogel ist zu sehen. Das Wasser hat eine tolle blaue Farbe. Am Wasser liegend in der Nachmittagssonne mit Blick auf dieses Panorama lässt es sich definitiv aushalten. Es gibt übrigens auch eine Insel, auf die man übersetzen kann.

An einem anderen Tag besuchen wir die Burg Landskron. Es regnet und gewittert heftig. Oberhalb von Villach stehend kann man den großartigen Blick an diesem Tag nur erahnen. Doch das, was wir sehen, begeistert – auf der einen Seite Villach, auf der anderen der Ossiach-See, rund herum Berge. Die Burg ist schnell besichtigt, die Greifvogelschau fällt an diesem regnerischen Tag aus, wäre wohl aber sowieso nichts für uns gewesen.

Die Therme ist uns zu teuer, also zieht es uns an diesem Regentag in eine Rösterei nach Villach. Die „Kaffeemacher“ (Italienerstraße 18) begrüßen uns sehr freundlich. „Wie trinkt ihr euren Kaffee am liebsten?“, ist die perfekte Frage für die Kaffee-Auswahl. Wir trinken richtig leckeren Cappuccino und Café Latte, dazu gibts österreichische Backwaren. Witzig dabei: Zuckerrolle sagt uns gar nichts, also erklärt die Bedienung uns unter Einbeziehung von anderen Gästen, aus welchem Teig die Rolle ist, die mit einem Eiweiß-Zuckergemisch gefüllt ist. Zum Abschied lässt Lukas es sich natürlich nicht nehmen, gleich noch ein paar Bohnen mitzunehmen.

Kärnten bietet jede Menge für ein paar entspannte, aber auch aktive Tage. Die Berge laden regelrecht zum Wandern ein. Es gibt zahlreiche Seen, darunter auch bekannte wie der Wörthersee, die für die entsprechende Erfrischung danach sorgen. Und wer flanieren mag, kann dies nicht nur in Villach tun, sondern zum Beispiel auch in Klagenfurth.

Wir genießen die Tage aber auch auf dem Lagerplatz. Das Wetter ist meist gut, mit dem Gewitter am Abend konnten wir ziemlich fest planen. Durchaus faszinierend, wie laut es donnern kann in den Bergen. Auch Wetterleuchten gab es zu beobachten. Und wenn dann der Himmel in der Nacht klar wird und sich die Sterne zeigen, ist es einfach nur herrlich, dem Lagerfeuer dem Rücken zu kehren und nach oben zu schauen…

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