Busausbau - Teppich
Bulli-Leben

Busausbau: Neuer Teppich für den Fahrerraum (Teil 1)

Der Teppich im Fahrerraum ist ganz schön abgewetzt und fleckig. Da wird es Zeit für einen neuen. In diesem Beitrag erklären wir euch, wie wir vorgegangen sind.

Bevor wir uns an die Arbeit machen, brauchen wir natürlich erst einmal einen neuen Teppich. Ebay Kleinanzeigen sind da hilfreich: Wir entdecken einen gebrauchten im Kreis Groß-Gerau. Das ist nicht weit entfernt und für 55 Euro wollen wir ihn zumindest anschauen. Lukas unternimmt mit dem Bus einen Ausflug ins wenige Kilometer entfernte Trebur, entscheidet sich für den Teppich – und nimmt gleich noch einen Blitzer mit.

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An einem Samstag steht die Reinigung des neuen-alten Teppichs an. Im Drogeriemarkt haben wir Teppichreiniger von Erdal besorgt. Den verteilen wir großzügig auf dem Stück neuen Boden. Es wirkt, als würden wir mit ganz viel Sprühsahne hantieren. Mit einem angefeuchteten Schrubber und einer Handbürste wird der Schaum eingearbeitet.

Dann heißt es trocknen lassen und abwarten. Ein bis zwei Stunden soll der Reiniger nun einwirken. Wir verkrümmeln uns in den Bus und erledigen ein paar Kleinigkeiten. Nach der entsprechenden Wartezeit saugen wir mit einem Staubsauger, der auch nass verarbeiten kann, den Teppich ab. Der sieht nun aus wir neu und kann nun eine Woche gut durchlüften und trocknen.

Ein Wochenende später – es geht weiter. Als nächstes muss der alte Boden raus. Dazu werden zuerst die Sitze und Plastikteile im Vorderraum entfernt, die den Teppich fixieren. Er wird nämlich nicht geklebt, sondern hält allein über die Verschraubung bzw. „Klemmung“ durch Drittteile.

Busausbau - Teppich

Mit einem 16-Bit-Steckschlüssel lockern wir die vier Schrauben am Beifahrersitz. Sie sind ein wenig angerostet und werden direkt behandelt – mit einer Rostbürste und dem Rostumwandler Fertan. Wir begutachten den Beifahrersitz, übrigens mit Drehkonsole. Die ist noch gut in Schuss und nur leicht angerostet. Mit einer Stahlbürste ist der Rost schnell entfernt. Darauf kommt eine Rostschutzgrundierung und nach entsprechender Trockenzeit schwarzer Lack (von Ludwiglack).

Weiter geht es mit dem Fahrersitz. Hier sitzen die Schrauben etwas fester und es dauert etwas länger, bis wir den Sitz draußen haben. Die Halterung des Sitzes ist auch stärker in Mitleidenschaft gezogen. Hier müssen wir mehr Rost entfernen – Winkelschleifer und Stahlbürstenaufsatz kommen zum Einsatz. Anschließend streichen wir den Unterbau mit Rostumwandler Fertan ein. Das darf nun mindestens 24 Stunden einwirken, bevor es abgewaschen wird. Die stark angerosteten Unterlegscheiben, die unter dem Fahrersitz verankert waren, behandeln wir ebenso.

Nun heißt es die Zweitbatterie ausbauen und die Stromkabel, die unter dem Fahrersitz sind, entwirren und gleich auch neu isolieren. Das alte Band ist ganz schön fledderig. Raus muss außerdem der Plastikschutz um Schaltknüppel und Handbremse sowie der an der Mittelkonsole unterhalb von Lüftung und Radio. Bei letzterem entfernen wir zwei Schrauben und ziehen es nach unten ab. Einfach abziehen, das funktioniert auch bei den beiden Einstiegen an den Türen.

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Nun, da alles raus ist, was den alten Teppich befestigt hat, lässt der sich relativ leicht herausziehen. Hier und da müssen wir ein wenig zuppeln, aber es geht doch einfacher als gedacht. Besser als gedacht ist auch der Zustand des Bodens. Es ist kaum Rost zu sehen. Etwas Sorgen bereitet uns allerdings, dass der Boden feucht ist. Da wir allerdings keine Löcher entdecken können und auch die Unterseite des Teppichs vollgesogen ist mit Feuchtigkeit, schieben wir dies auf den geplatzten Kühler im vergangenen Jahr. Da war die sehr viel Kühlflüssigkeit in den Fahrerraum gelaufen – das hier dürften noch die Reste sein. Umso besser, dass wir den Boden nun rausgenehmen.

Wir kleben den Hinterraum mit Folie ab, denn auch wenn nur wenig Rost zu sehen ist, so wollen wir die wenigen Stellen abschleifen. Die Arbeiten begrenzen sich auf die Gegend rund um die Schrauben am Fahrersitz sowie auf den Fußraum auf der Fahrerseite. Mit der Bohrmaschine mit Schleifaufsatz werden die Stellen bearbeitet. Vorsichtig muss Lukas hier arbeiten, denn die Stromkabel sind nah.

Anschließend wird der Boden gereinigt – gestaubsaugt und abgewischt. Die zuvor rostigen Stellen erhalten nun etwas Rostschutzgrundierung. Während das trocknet, werden die Polster der Sitze gereinigt. Mit Vanish Textilreiniger und einem Tuch geht das gut. Auch die Plastikteile werden aufgearbeitet. Zu beiden Arbeitsschritten gibt es demnächst jeweils einen eigenen Beitrag.

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Zurück zum Businneren. Die Rostschutzgrundierung ist gut durchgetrocknet. Sie braucht laut Anleitung auch nur etwa 20 Minuten. Jetzt heißt es noch einmal reinigen und gut trocknen. Mit Staubsauger und Fön arbeiten wir uns von einer Seite zur nächsten.

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Dann wird es Zeit, den neuen Teppich zu verlegen. Und das geht schnell: Wir frimmeln ihn vorne unter den Fußraum und ziehen ihn so weit hoch, wie es nur geht. Dank der vorgesehenen Löcher für Kupplung, Handbremse und Sitze haben wir eine gute Orientierung, wie wir ihn zurecht zuppeln müssen. Mit einem Schraubenzieher ziehen wir an den entsprechenden Stellen den Teppich unter eine Gummilippe oder unter den Plastikschutz. Und schon ist der neue Teppich verlegt.

Die Arbeiten im Zeitraffer:

Jetzt heißt es für heute nur noch, die aufgearbeiteten Plastikteile für die mittlere Konsole, Handbremse, Kupplung sowie die Türtritte wieder einzuklemmen. Die Sitze folgen später, denn der Rostumwandler muss wie bereits beschrieben 24 Stunden wirken. Doch mit dem Ergebnis sind wir am Ende dieses Arbeitstages schon sehr zufrieden:

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Hier findet ihr Teil 2 zur Teppich-Erneuerungsaktion.

Jule Lumma

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als Leitung Digital bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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