Ostrauer Mühle Sächsische Schweiz
Bulli-Leben

Sächsische Schweiz: Campingplatz Ostrauer Mühle

„Eine Überlandstraßenbahn wie diese ist selten“, heißt es im Buch „111 Deutsche Campingplätze, die man kennen muss“, und weiter: „Noch seltener ist ein Campingplatz mit einer eigenen Haltestelle für eben genau solch eine Bahnfahrt.“ Gemeint ist der Campingplatz an der Ostrauer Mühle – und auf dem haben wir bei unserem Wandertrip in die Sächsische Schweiz ein paar Nächte verbracht.

Ostrauer Mühle Sächsische Schweiz

Tatsächlich ist das mit der Kirnitzschtalbahn eine angenehme Sache. Mal fahren wir von Bad Schandau aus mit der etwa jede halbe Stunde verkehrenden Bahn zurück, mal kommen wir bei einer Wanderung am Lichtenhainer Wasserfall raus und nehmen von dort die Bahn zurück. Insgesamt können wir auf jeden Fall sagen, dass der Campingplatz ein sehr guter Ausgangspunkt für Wanderungen ist. Einige Touren, die wir unter anderem im Rother Wanderführer finden, starten direkt hier. Zu anderen Ausgangspunkten fahren wir mit dem Rad (zum Beispiel zur Wanderung zum Kuhstall ab dem Lichtenhainer Wasserfall oder aber eine wunderschöne Tour ab Schmilka). Die Straße durchs Tal ist gut zu fahren.

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Der Platz ist schön gelegen im Kirnitzschtal. Der Fluss plätschert idyllisch, die Bäume ragen rechts und links empor. An unserem ersten Abend regnet es heftig, danach herrscht eine fast schon mystische Stimmung: Der Himmel ist wieder aufgeklart, man sieht den Mond, über den Baumwipfeln hängen die Nebelschwaden.

Ostrauer Mühle Sächsische Schweiz

An Infrastruktur ist alles vorhanden, was das Camper-Herz begehrt: saubere Sanitäranlagen (mit Duschkarte – drei Minuten für 50 Cent), eine Möglichkeit, Geschirr abzuspülen, Entsorgung, Frischwasser und für den Notfall kann man auch an Herdplatten etwas kochen. Dazu gibt es ein Kiosk mit frischen Brötchen am Morgen, Kaltgetränken am Abend und guter Ausstattung für all das, was man als Mehrtageswanderer braucht und damit auch einem Camper entgegen kommt, beispielsweise eine neuer Campinggas-Kartusche.

Am Regenabend kommen wir in den Genuss des Essens der Flößerstube, weil wir keine Lust haben, bei Regen im Bus zu kochen. Frische Forelle und Hausmannskost wie Schnitzel gibt es dort im Angebot. Auf Grund der Corona-Sitzplatz-Beschränkungen können wir „Essen to go“ ordern und in unserem fahrbaren Heim genießen.

Super finden wir, dass auf dem Platz Strom mit Wasserkraft erzeugt wird und die Abwasserbehandlung vollbiologisch passiert. Dafür gab es bereits auch eine Auszeichnung vom ADAC.

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Neben den Stellplätzen werden auch Plätze für Zelte angeboten, es gibt Wanderunterkünfte und Pensionszimmer. Obwohl es rund hundert Plätze sind, kommt uns die Anlage gar nicht so groß vor. Es verteilt sich gut und ruhig ist es außerdem. Verbesserungswürdig ist nur das WLAN. Außerdem hätten wir uns über mehr Gras an unserem Stellplatz gefreut. Wirklich zu meckern gibt es allerdings nicht.

Und dann noch eine Bemerkung zu „So klein ist die Welt“: Wie sich herausstellt, hat der Campingplatzbetreiber Verwandtschaft in Ingelheim, die auch noch bei den Pfadis sind und uns damit bestens bekannt 🙂

Jule Lumma

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als Leitung Digital bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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