Stolberg im Harz (Sachsen-Anhalt)
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Stolberg im Harz (Sachsen-Anhalt)

Bei unserer Fahrt in den (Süd-)Harz kommen wir durch das schöne Städtchen Stolberg – und das ist richtig idyllisch und schön. Fast schon kommen wir uns vor wie in einer Filmkulisse. Doch dazu bedarf es ein wenig Glück: Über die mit Kopfstein gepflasterte Hauptstraße fahren viele Harz-Ausflügler. Motorräder, alte motorisierte Perlen und neue getunte Autos werden dabei zur Schau gestellt. Damit ist der Geräuschpegel ab und an richtig hoch. Interessant in dem Zusammenhang: In der Stadt wird auf jegliche Verkehrszeichen verzichtet. In den Ortseinfahrten gibt es die Hinweise auf Tempo 30 und die Parkverbotszonen, ansonsten soll sich der Verkehr selbst regeln.

Wir haben ein wenig Glück und schlendern einen Teil der Hauptstraße ohne Lärm entlang, begutachten die vielen Fachwerkhäuser und lesen hier und da etwas zur Geschichte. Mit einem Eis in der Hand (aus dem Friwi-Café) fühlt sich das richtig nach Urlaub an.

Am Saigerturm aus dem 13. Jahrhundert treten wir auf einen großen Platz. Hier befindet sich auch das Rathaus aus dem Jahr 1454. Im Inneren gibt es übrigens kein Treppenhaus – die oberen Stockwerke erreicht man nur über eine Außentreppe. Über die Treppe kommen wir auch zur St.-Martini-Kirche, in der 1525 Martin Luther predigte. Die Kirche wird zum Zeitpunkt unseres Besuches restauriert, daher war eine Besichtigung von Innen nicht möglich.

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Zu sehen gibt es außerdem mit dem Rittertor ein mittelalterliches Stadttor, die Lutherbuche und das Geburtshaus des Revolutionärs während des Bauernkrieges, Thomas Müntzer. Über all dem ragt das Schloss Stolberg. Der Rundturm als ältestes Bauteil geht auf das Jahr 1200 zurück. Aktuell wird es umfassend saniert, sodass wir es nicht besichtigen können. Doch vom gegenüberliegenden Berg lässt es sich gut aus der Ferne begutachten.

Am Café Sander folgen wir einem schmalen Pfad, der uns oberhalb von Stollberg entlang führt und eine schöne Sicht auf den Luftkurort mit seinen rund 1400 Einwohnern bietet. Nach einer knappen Stunde sind wir wieder am Ausgangspunkt angekommen: Am Bahnhof gibt es einen kostenlosen Parkplatz. Angeblich soll man hier übrigens auch mit dem Camper stehen können. Markiert ist dies zwischen den Bus-Halteplätzen. Doch wirklich attraktiv fanden wir es dort nicht und sind daher weitergefahren.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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