Kletterwald Neroberg in Wiesbaden
Zu Fuß

Kletterwald Neroberg in Wiesbaden

In Wiesbaden ist der Neroberg ein beliebtes Ausflugziel: Von dem 245 Meter hohen Berg hat man eine tolle Sicht auf die hessische Landeshauptstadt. Wer möchte, kann mit der Nerobergbahn hochfahren (wer sie intensiv entdecken mag, bekommt in der VRM Story von Jules Kollegen viele tolle Fotos und Videos geboten). Die Wasserballastbahn schafft auf einer Länge von 438,5 Metern einen Höhenunterschied von 83 Metern.

Der runde Neroberg-Tempel aus dem Jahr 1851 und die Russische Kirche sind imposant anzuschauen. Die Kirche mit den vergoldeten Zwiebelkuppeln wurde von 1847 bis 1855 als Grabkirche für Großfürstin Elisabeth Michailovna und ihr Kind geschaffen. Der Friedhof liegt direkt nebenan.

Unser Ziel an diesem Sonntag ist allerdings der Kletterwald. Toll gelegen im Wald auf dem Neroberg bietet der Kletterpark eine große Auswahl an Parcours mit unterschiedlichem Schwierigkeitsanspruch. Kinder ab vier Jahren können auf speziell für sie entwickelten Strecken sich ausprobieren. Ab sechs Jahren darf man in den höheren Parcours klettern. Im Kinderparcours sind Begleitpersonen übrigens kostenlos unterwegs. Sechs- bis Siebenjährige müssen von einem Erwachsenen begleitet werden (zwei Kinder pro Erwachsener).

Wir sind mit Jules Patenkind und dem zweiten Patenonkel samt Familie unterwegs. Die Betreuungsrate ist also bestens (wobei das Patenkind selbstbewusst alle Partien großartig meistert und eher manch ein Erwachsener den Zuspruch benötigt… ).

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Ein sogenannter „Robeglider“ führt durch jeden Parcours hindurch. So muss man sich, einmal zum Start der Strecke eingeklinkt, unterwegs keinerlei Gedanken übers Ein- und Ausklinken machen. Lediglich beim Aufsteigen auf die Plattformen verkürzt man das Seil etwas. Das durchlaufende Sicherheitssystem bekommen wir bei der Einweisung erklärt, genauso, wie wir den Klettergurt anziehen und wie er richtig sitzt. Vor dem Losgehen wird alles einmal von einem Kletterpark-Mitarbeiter geprüft.

Gemeinsam schauen wir uns ein Video zu den Regeln und ein paar Infos rund ums Klettern und die Parcours an. Dann muss jeder einmal über einen Übungsklettersteig, um Einklinken und Seilrutsche zu testen. Erst dann geht es los.

Wir nehmen bei unserem Besuch die leichteren blauen und roten Parcours. Die haben bereits allerlei spannende Elemente mit dabei. Wir hangeln uns über verschiedenste Hängebrücken, klettern an Spinnennetzen entlang und laufen über Stämme in hoher Höhe.

Ein fantastisches Erlebnis ist der Seilbahn-Parcours. Auf zwölf bis sechzehn Meter warten zehn Elemente auf die Besucher – und das sind bis auf eine Ausnahme nur Seilrutschen. Warten, bis die Bahn frei ist, und dann fängt der Spaß an. Ohne große Anstrengung rutscht man über die Drahtseile nur am Klettergurt befestigt von Plattform zu Plattform durch die Baumwipfel. Das macht richtig Spaß. Besonders viel Adrenalin (und Freudenschreie) gibt es bei der Kurvenseilbahn. Hier werden wir in voller Geschwindigkeit um die Ecke geschleudert – was für ein Erlebnis.

Die Seilrutschen sind sowieso die besten Elemente: Einmal sitzt man auf einer Gummischeibe – ähnlich wie an den Seilrutschen auf Spielplätzen. Tipp: Schnell das Seil an der Plattform fassen, an der man ankommt, sonst kann es passieren, dass man zurück rutscht und umständlich zur Plattform robben muss. Spannend, wenn man dabei einen Lachanfall bekommt. Etwas abgedreht ist die Seilrutsche, bei der man auf einem Balken steht. Hier heißt es vor allem Obacht beim Losfahren, denn wenn der Robeglider noch nicht über die entsprechende Stelle gerutscht ist, hängt man regelrecht fest. Vom Holzbalken wieder zurück auf die Plattform zu kommen, ist scheinbar unmöglich. Die Hilfe eines nachfolgenden Kletterers ist dann notwendig.

Eine Übersicht über alle Parcours gibt es auf der Seite des Kletterwalds.

Drei Stunden darf man im Kletterwald in den Bäumen verbringen. Genau kontrolliert wird nicht. Wer zwischendrin eine Pause einlegen möchte, kann rüber gehen zur Wiese am Tempel und dort abseits des Kletterpark-Trubels in Ruhe etwas Essen und Trinken. Achtung: Wer den Klettergurt ablegt, muss ihn wieder kontrollieren lassen, bevor es auf die Parcours geht.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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