Wandern in der Pfalz: Rinnthaler Höhenweg
Zu Fuß

Wandern in der Pfalz: Rinnthaler Höhenweg

Der Rinnthaler Höhenweg ist eine beliebte Wanderstrecke in der Südpfalz. Auf rund sieben Kilometern bekommen wir wunderbare Aussichten auf die Pfalz sowie tolle Felsformationen zu sehen. Unterwegs sind wir mit unseren Patenkindern – die Tour lässt sich also auch gut mit Kindern machen. Die Wege sind auch für Kinder spannend und ein Spielplatz am Ende motiviert, das Ziel zu erreichen.

Los geht es für uns am Bahnhof, wo wir auch unseren Bus abstellen. Wir passieren die Gleise und laufen über einen Waldweg leicht bergauf. Der Blick auf den Dingentalkopf ist wirklich schön. Dann sind wir im Wald und folgen dem blauen Wegweiser. Wir sehen die ersten roten Felsen und laufen durch einen Kastanienwald. Es ist Herbst und so sammeln wir einige Maronen ein.

Vom breiteren Weg geht schließlich ein schmaler Pfad rechts ab. Er ist etwas zugewachsen, doch für die Kids und uns macht es damit den Weg abenteuerlicher. Langsam nähern wir uns dem Buchholzfelsen. Wichtig: Zwischen Februar und Juni brüten Wanderfalken am Buchholzfelsen. Dieser ist dann gesperrt und man muss ihn umgehen. Daher am besten ab Juli laufen, denn der Buchholzfelsen ist wirklich eine Besichtigung wert.

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Unterhalb des Buchholzfelsen blicken wir auf auf den mächtigen Felsen. Schon von unten sieht er sehr imposant aus. Wir wandern rechts vom Felsen auf einem schmalen Pfad entlang. Es geht leicht ansteigend aufwärts über viele natürliche Treppen. Kleinere Kinder brauchen hier etwas Unterstützung, da die Treppenstufen teilweise recht hoch sind, doch mit unserer Wanderbegleitung klappt das sehr gut.

Wir erreichen bei etwa Zweidrittel der Felsenlänge eine Art Höhle. Statt gerade aus weiter zu gehen und den Wegweisern weiter zu folgen, empfehlen wir, den kurzen Ausstecker zum Buchholzfelsen-Aussichtspunkt zu nehmen. Zu diesem geht es links über den Felsenrücken. Von der Spitze haben wir eine wunderbare Aussicht auf den Pfälzer Wald und können unter anderem die Burg Trifels sehen.

Nach einer kurzen Mittagsrast geht es weiter über den Rücken des Spirkelbacher Bergs. Zuerst laufen wir dazu ein Stückchen weiter am Felsen entlang, dann kommen wir in einen schönen Wald und entdecken sehr viele Grenzsteine. Wer möchte, findet hier übrigens einen direkten Weg zurück nach Rinnthal.

Der nächste Stopp ist am Wackelstein. Der markante Fels ist interessant anzuschauen. Zum anderen lädt eine Bank wieder zum Verweilen ein – dieses Mal mit Blick auf Spirkelbach.

Am Wackelstein vorbei führt der Rinnthaler Höhenweg bergab auf einem schmalen Pfad ins Tal der Generationen. In Serpentinen laufen wir gut bergab. An manchen Stellen ist es etwas rutschig, doch der nahe liegende Spielplatz lockt. Man sieht ihn bereits von oben. Als wir das Tal erreichen, halten wir uns am Sportplatz rechts und laufen über einen breiten Weg etwa 300 Meter bis zum Naturnah angelegten Spielplatz samt Rastmöglichkeit. Verschiedene Kletterelemente warten auf kleine und große Besucher. Tatsächlich fühlen wir uns an einen Einsteiger-Parcours im Kletterwald erinnert.

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Nach dem Spielstopp kürzen wir etwas ab: Bis zum Sportplatz darf man mit dem Auto fahren, hier ist auch ein Parkplatz eingerichtet. Während die Patenkinder und Jule die Kletterelemente auf dem Spielplatz ausprobieren, läuft Lukas den letzten Kilometer zum Bahnhof zurück und holt den Bus. Alternativ kann man auch am Ortsrand durch den Wald zurück zum Bahnhof laufen.

Insgesamt eine sehr schöne Tour, gerade, wenn es etwas kürzer und nicht so anstrengend werden soll. Die Pfälzer Buntsandsteinfelsen sind einfach wunderschön, dazu begeistert diese Runde mit ihren Aussichten und ansprechenden Pfaden.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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