Besançon (Frankreich)
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Städtetrip: Besançon (Frankreich)

Besançon liegt etwa auf halber Strecke von Mainz in den Süden Frankreichs – und so ist es für uns ein geeigneter Stopp auf dem Weg in den Provence-Urlaub. Nach Feierabend los, bis Besançon und dort auf dem Stellplatz die Nacht verbringen, am nächsten Morgen frühstücken, Stadt anschauen, einkaufen und weiter geht es.

Die als „grünste Stadt Frankreichs“ ausgezeichnete Weltkulturerbe-Stadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Am Fluss Doubs gelegen begeistert sie – trotz Regenwetter – mit ihren historischen Bauten und hübschen Häuschen. Im diesigem Oktober-Wetter fühlen wir uns beim Spaziergang durch die Stadt schon fast an Großbritannien erinnert.

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Bereits nach unserer Ankunft am Abend schlendern wir ein wenig am Wasser entlang, um uns nach der Fahrt die Füsse zu vertreten. Es ist trocken und gar nicht so kalt. Die Promenade ist modern gemacht. Wir blicken auf die altertümliche Stadt und laufen an der Universität vorbei, die uns ebenfalls an eine ehrwürdige britische Bildungsinstitution erinnert. Achja, durch das Kneipenviertel sind wir mit dem Bus gefahren – das sah einladend aus. Uns zieht es an dem Abend allerdings nicht dorthin.

Am nächsten Morgen laufen wir an der Promenade entlang über die Pont Battand in die Altstadt – dieses Mal leider im Nieselregen. Wir sind noch recht früh unterwegs, die Geschäfte haben noch zu und die Fußgängerzone ist noch recht leer. Lediglich am Place de la Révolution bauen Beschicker die ersten Markstände auf, werden Muscheln und Garnelen im Fischgeschäft ausgelegt. Hier befindet sich übrigens auch das Musée des Beaux-Arts et d’Archéologie de Besançon, laut Wikipedia das älteste Museum Frankreichs. An der Fassade ist eine auffällige Uhr befestigt. Da wir auf Wikipedia nachgelesen hatten, dass Besançon Zentrum der französischen Uhrenindustrie war und bis heute noch führend in den Bereichen Mikro- und Nanotechnologie ist, gehen wir davon aus, dass dies damit zusammen hängt.

Im Café Poste gönnen wir uns einen Café au Lait und ein Pain au Chocolat, dann laufen wir weiter Richtung Porte Noire. Der gallisch-römische Triumphbogen wurde unter Marc Aurel erbaut. Nebenan befinden sich am Square Castan archäologische Fundstücke aus dem 2. oder 3. Jahrhundert. Durch den kleinen Park kann man ohne Eintritt schlendern. Die beiden Sehenswürdigkeiten weisen auf Besançon wichtige Rolle in der Römerzeit hin – damals hieß die Stadt Vesontia. Kurz hinter dem Triumphbogen ragt die Cathédrale Saint-Jean (St.-Johannes-Kathedrale) im gotischen Stil hervor. Sie wurde im 9., 12. uns 18. Jahrhundert erbaut und erweitert.

Das Befestigungssystem, weswegen Besançon auch als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde, schauen wir uns wegen des immer stärker werdenden Regens nicht genauer an. Die Zitadelle betrachten wir aus der Ferne, die Stadtmauern haben wir zum Teil von der Promenade aus gesehen.

Wir könnten in Besançon noch etwas mehr Zeit verbringen, doch wir wollen ja in den Süden. Der kurze Stopp in der französischen Stadt hat uns sehr gefallen.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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