Frankreich: Avignon
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Unterwegs in Frankreich: Avignon

In Avignon, da müssen wir unbedingt stoppen, denken wir auf unserer Provence-Reise. schließlich gilt die französische Stadt als reich an Sehenswürdigkeiten.

Wir stehen – ohne Kosten – beim „Parking de l’ile de la Barthelasse“. Über die Brücke sind wir schnell in der Altstadt von Avignon. Von der Brücke aus sieht man übrigens sehr gut die bekannteste Brücke Avignons, die Pont Saint-Bénézet. Die Bogenbrücke über die Rhône kommt im Lied „Sur le pont d’Avignon“ vor und klar, dass man an ihr bei einem Besuch in Avignon nicht vorbei kommt. Gemeinsam mit der Kathedrale und dem Papstpalast gehört die Ruine der Brücke (es sind nur noch vier von ursprünglich 22 Bögen vorhanden) zum Weltkulturerbe.

Die Brücke kann man mit einem Audioguide auch von oben erkunden. Wir haben an dem Sonntag keine Lust auf typisches Touri-Programm und schauen uns die Sehenswürdigkeiten von außen und bei einem entspannten Spaziergang durch die Stadt an.

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Der komplette Innenstadtbereich ist von einer etwa fünf Kilometer langen Stadtmauer umgeben. Erbaut wurde sie zwischen 1359 und 1370 zum Schutz vor Feinden, aber auch als Schutz vor dem Wasser. Wir treten ein durch eines der Tore und sind direkt begeistert von dem, was uns empfängt: hübsche Gässchen, tolle Plätze, dazu ein paar alte Bäume und großartige Bauten.

Wir lassen uns treiben, schlendern durch enge Gassen, vorbei an Kathedralen und ehemaligen Palästen und Residenzhäusern. Schließlich landen auch wir am Papstpalast und der Kathedrale Notre-Dame-des-Doms. Der Ursprünglich stand an der Stelle des Palastes die Bischofsresidenz von Johannes XXII.. Er bewohnte die Residenz allerdings nicht nur als Bischof, sondern eben auch als Papst – als erster, der dauerhaft in Avignon war. In dem Zuge wurde der Bischofspalast vergrößert und befestigt. Sein Nachfolger Benedikt XII. ließ den umfunktionierten Bischofspalast schließlich abreißen und als große Festung erbauen. Clemens VI. erschien dies nicht prachtvoll genug und beauftragte in seiner Papst-Zeit den Neuen Palast mit einer prachtvolleren Fassade. Nach dem Weggang der Päpste verfiel das Anwesen und wurde zwischenzeitlich als Gefängnis genutzt.

Wir verzichten auf die Besichtigung und spazieren lediglich rund um den Papstpalast. Dabei bekommen wir einen guten Eindruck von dem Gebäude, schlendern durch enge Gassen und kommen in einem Kultur-Viertel heraus. Am Dom-Theater nehmen wir die Treppen nach oben und landen im „Rocher des Doms“. Von dem Domfelsen haben wir einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die Rhône samt Brücken. Die Anlage ist nett hergerichtet. Bei unserem Besuch finden sich überall alte Fotografien und so setzen wir unseren Spaziergang durch die Grünanlage fort.

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Schließlich kommen wir wieder am Platz des Papstpalastes heraus und laufen Richtung Rue de la République und Place de l’Horloge. Dort finden sich viele Cafés und Restaurants. Ein altes Karussell steht aktuell still. Dahinter sind Oper und Rathaus in imposanten Bauten.

Wir schlendern ein wenig durch dieses Viertel, kommen am Palais du Roure, der Eglise Saint-Agricol und der Chapelle de l’Oratoire vorbei. Über schmale Gassen nähern wir uns wieder der Rhône und schließlich unserem Bus. Der Sonntagsspaziergang durch Avignon ist auf jeden Fall empfehlenswert. Wer möchte, kann viel mehr Zeit dort verbringen und die Sehenswürdigkeiten und Museen auch von innen besichtigen.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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