Wandern im Schwarzwald: Schwarzbachtalsperre - Herrenwiesersee -Badener Höhe
Zu Fuß

Wandern im Schwarzwald: Badener Höhe

Am Neujahrstag wandern wir von der Schwarzenbachtalsperre zum Herrenwieser See und über den Seekopf zur Badener Höhe. Zurück geht es über Herrenwies zurück zum Parkplatz an der Schwallung. Die knapp zwölf Kilometer und 370 Höhenmeter sind in zwei Stunden 45 Minuten zu schaffen. Wir legen unterwegs noch zwei Pausen ein – am Herrenwieser See und am Seekopf.

Wir parken direkt an der Straße auf dem Wanderparkplatz. Wer über die Brücke fährt, findet weitere Parkmöglichkeiten. Allerdings sind diese auf der linken Seite nur für Besucher des Friedwaldes. Die Brücke ist übrigens ein altes Schleusentor aus dem Jahr 1844. Oberhalb der sogenannten Schwallung wurde früher das Wasser aufgestaut und die unterhalb lagernden Stämme ins Tal zur Murg getriftet.

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Nach der Brücke biegen wir in den rechten, breiten Weg ein und laufen oberhalb des Schwarzbaches Richtung Schwarzbachtalsperre. Der Blick auf den wilden Bach, der sich zwischen den hohen Bäumen entlang schlängelt, ist toll. Noch faszinierender ist die Sonne, die sich ihren Weg durch die Baumwipfel sucht. Das Licht in Kombination mit dem leichten Nebel, der zwischen den Bäumen steht, sowie dem kräftigen Grün der Natur ist einfach nur schön.

Nach kurzer Zeit erreichen wir das Ufer des Schwarzenbachs und der dahinter liegenden Talsperre. Nur kurz geht es am Ufer entlang – schade eigentlich, denn von der Straße aus hatten wir zuvor gesehen, wie sich hier an manchen Stellen auch der Nebel über dem Wasser hält. Das sorgt bei Sonnenschein und blauem Himmel für tolle Effekte. Wir halten uns an unsere Route und biegen bald links ab Richtung Seebachhof.

Wir sind nun auf dem Westweg unterwegs. Links neben uns rauscht der Seebach. Kleine Tannenbäume, viel Moos und hohe Bäume dominieren die Landschaft. Schließlich geht ein Pfad links ab, dem wir folgen. Es geht aufwärts und aufwärts. Die Umgebung ist auch hier wunderschön.

Dann liegt der Herrenwiesersee vor uns. Wir umrunden ihn, bevor es hoch zum Seekopf geht. Der Karsee entstand in der Eiszeit und ist von einer Moorlandschaft umgeben. Auch hier steht der Nebel noch über dem Wasser, was mit der hochstehenden Sonne zu tollen Effekten führt. Schade, dass wir das Foto- Equipment nicht mit dabei haben. Hier könnte man sich austoben!

Neben der mystischen Stimmung ist es unglaublich ruhig am See. Wir lassen uns auf einer Bank nieder und genießen die Stimmung.

Nach dem kurzen Innehalten geht es weiter. Der Westweg geht links ab und windet sich nach oben. Bald schon wandern wir über einige Felsen aufwärts. Wir erreichen den Zwei-Seen-Blick. Von hier aus können wir Teile der Schwarzenbachtalsperre sehen – den Herrenwieser See können wir nur grob ausmachen. Wir stoppen am Aussichtspunkt für eine kurze Mittagsrast.

Nach der kurzen Pause sind wir bald beim Bussemer Stein und beim Seekopf mit 1001 Höhenmeter angekommen. Statt einem Gipfelkreuz gibt es einen Gedenkstein, der an Phillipp Bussemer (1855 – 1918), Schöpfer des Höhenweges, erinnert.

Kurze Zeit später erreichen wir ein Hinweisschild, dass auf den Nationalpark Schwarzwald hinweist. Hier gibt es tatsächlich noch ein paar Schneereste. Bei dem Frühlingshaften Wetter sind Schneemassen kaum vorstellbar. Tatsächlich sind wir aber auf die Region gekommen, da wir hier ein paar interessante Schneeschuhtouren gefunden hatten.

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Nach einem leichten Anstieg kommen wir zur Badener Höhe mit dem Friedrichsturm. Der 30 Meter hohe Turm markiert den höchsten Punkt Baden-Badens! Besteigen kann man den schmalen Turm. Allerdings sind schon ein paar Leute auf der Balustrade zu erkennen und so ziehen wir weiter.

Von der Badener Höhe wandern wir über mehrere Kehren Richtung Herrenwies. Zuerst geht es über einen geschotterten Forstweg, dann wieder über einen Naturbelasseneren, mit Laub bedeckten Pfad. Rund um den kleinen Ort Herrenwies treffen wir auf einen Walderlebnispfad mit Infotafeln und Mitmach-Stationen.

Wir sind nun auf den letzten ein bis zwei Kilometer zurück zum Startpunkt. Es geht mit etwas Entfernung zur Straße parallel zu dieser entlang. Entsprechend hört man auch wieder den Straßenverkehr. Kurze Zeit später geht es die letzten Höhenmeter nach unten. Wir erreichen die Schwallung und damit auch unseren Bus.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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