Schneeschuhwandern im Schwarzwald: Schliffkopf - Vogelskopf
Zu Fuß

Schneeschuhwandern im Schwarzwald: Rund um den Schliffkopf

Eine schöne Tour mit Schneeschuhen führt über zwölf Kilometer vom Schliffkopf zum Vogelskopf und über den Schweinkopf wieder zurück. Wir genießen den vielen Schnee und die Ruhe, denn die schöne Winterlandschaft im Naturschutzgebiet haben wir an vielen Stellen für uns alleine. Lediglich in Parkplatznähe und an einem Rodelhang treffen wir auf Menschen, selten kommt uns – als wir neben einer gespurten Loipe unterwegs sind – ein Langlauf-Sportler entgegen. Bei entsprechendem Wetter soll man auf der Rundtour auch eine tolle Panoramasicht haben. Bei unserer Wanderung dominiert der Nebel. Aber auch der führt zu einer interessanten Umgebung.

Wir parken am Wanderparkplatz in der Nähe des Schliffkopfes direkt an der Schwarzwaldhöhenstraße. Ein guter Orientierungspunkt ist das Nationalparkhotel am Schliffkopf. Dort schnallen wir unsere Schneeschuhe an und nehmen rechts den Aufstieg Richtung Schliffkopf. An einem Weidezaun entlang führt der Weg leicht ansteigend nach oben. Die Bäume sind in Schnee gehüllt und vereist. Der vom vielen Schnee bedeckte Boden knarzt. Oft ist er angefroren, nur selten pudrig.

Recht schnell haben wir den Schliffkopfgipfel mit 1054 Metern erreicht. Am Gipfelkreuz biegen wir links ab und folgen nicht den rosa Schneeschuhwandern-Schildern. Auf sie treffen wir später wieder. Mitten durch den Wald bewegen wir uns nun Richtung breiteren Weg. Dort verläuft eine Langlaufloipe. Daneben ist ausreichend Platz, um mit Schneeschuhen unterwegs zu sein.

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Hier können wir so richtig in Tritt kommen. Unsere letzte Schneeschuh-Tour ist schon viel zu lange her. Nebeneinander laufend kann man sich auf dieser Streckenetappe auch gut unterhalten. Bei besserer Sicht soll man hier bis zu den Vogesen schauen können. Ab und an laden Bänke und Fernrohre zum Innenhalten ein. Wirklich Platz nehmen kann man bei den Schneemassen natürlich nicht.

Wir umrunden den Melkereikopf und laufen unterhalb des Vogelskopfs an ein paar schönen Felsen vorbei. Rot stechen sie aus dem Schnee und Eis hervor. Lange Eiszapfen hängen herunter. Das Naturschauspiel ist schön anzusehen.

Kurze Zeit später müssen wir die Straße queren. Das ist der einzige Negativpunkt an der Tour. Die Stelle verbirgt sich hinter einer Kurve, dazu der Nebel. Das ist alles andere als optimal. Schnell sind wir auf der anderen Seite und nehmen den Weg nach unten Richtung Wanderheim und Ruhestein-Parkplatz. Hier ist ein bisschen was los, denn rund um den Parkplatz lässt es sich bestens Schlittenfahren.

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So laufen wir auch am Rande des Rodelbergs nach oben. Kaum haben wir diesen passiert, ist es wieder ruhig. Vorbei an einer Skispungschanze kommen wir erneut an einen Parkplatz und queren die Bundesstraße, dann haben wir das Winterwonderland wieder für uns alleine.

Wir tauchen ein in eine fast schon verwunschene Landschaft. Der Nebel tut sein übriges für die Stimmung. Wir laufen über schmale Pfade vorbei an Tannen, deren Äste von der Schneelast tief nach unten hängen. Mal geht es vorbei an hohen, vereisten Bäumen. Einige Höhenmeter sind hier zu bewältigen. Von 912 Metern geht es auf 1029 Meter.

Kurz treffen wir wieder auf den schon einmal gegangenen Weg mit der Loipe. Wir halten uns links und gehen rein in den Wald. Über einen schmalen Pfad nähern wir uns wieder dem Schliffkopf. Bevor wir das Gipfelkreuz erreichen, biegen wir links ab, um wieder zum Wanderparkplatz zu kommen. Über eine Art Ebene nähern wir uns der B500.

Um uns herum ist einfach nur Weiß: Schnee auf dem Boden, geeiste Äste, Nebel in der Luft. Schade, dass uns kurze Zeit später die Zivilisation wieder hat. Die letzten Meter verlaufen in der Nähe der Straße, dann sind wir wieder am Ausgangspunkt.

Nach zwölf Kilometern auf den Schneeschuhen sind wir etwas müde. 273 Höhenmeter haben wir bewältigt, drei Stunden und zwanzig Minuten haben wir bei minus ein Grad für die Wandertour gebraucht. Wir können sie auf jeden Fall weiterempfehlen, auch bei Nebel!

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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