Wandern in Polen: Von Palenica Bialczanska zum Morskie Oko
Das Wetter ist mies – Regen, Kälte, wenig Sicht. Doch wenn wir schon einmal in der Hohen Tatra sind, dann wollen wir natürlich auch wandern. Wir entscheiden uns aufgrund der Wetterverhältnisse daher für die Wanderung zum Morskie Oko. Der blau schimmernde Bergsee ist eines der Touristenattraktionen in dieser Region. Der Weg dorthin kann mit Kinderwägen bewältigt werden, auch fahren Kutschen und E-Busse. Es gibt eine geteerte Straße, damit denken wir, sollte das auch bei schlechten Wetterbedingungen gut zu laufen sein – und so ist es auch.
Ab Zakopane kann man mit einem Kleinbus nach Palenica Bialczanska fahren. Die Parkplätze im Nachbartal sind in der Saison wohl schnell voll, von daher wird die Fahrt mit dem Bus angeboten, die pro Strecke 15 Zloty pro Person (oder 5 Euro pro Person) kostet. Die Fahrt wird beim Ausstieg direkt beim Fahrer bezahlt. Das geht nur bar.
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Am Parkplatz muss man zu einem Ticketschalter, um dort den Eintritt in den Nationalpark zu zahlen. Wir zahlen für zwei Personen 22 Zloty (umgerechnet 5,20 Euro). Dann geht es die Straße entlang immer aufwärts. Bei unserem Besuch wird ein Stück der Straße frisch geteert (daher fahren da auch keine E-Busse und keine Pferdekutschen). Die Skisaison geht laut Schild bis Ende April, die Hochsaison beginnt dann wieder ab Juni. Daher nutzt man den Mai dafür.

Wir kommen am einem Wasserfall vorbei sowie an mehreren Rastplätzen. Da der Weg direkt an einer befahrbaren Straße entlang führt, sind immer mal wieder Dixis aufgestellt. Angesichts der Menschenmassen, die hier im Sommer unterwegs sein müssen, keine schlechte Idee. An einem der Rastplätze legen wir unsere Mittagspause ein. Dabei entdecken wir – wie später dann noch einmal – einen Baummarder.



Nachdem wir etwas höher kommen, nimmt die Sicht mehr und mehr ab. Die Serpentinen lassen sich über mit großen Steinen gepflasterten Wegen abkürzen. Wir wählen allerdings wegen der Feuchtigkeit und den rutschigen Steinen dann meist doch die Straße.

Nach knapp zwei Stunden erreichen wir den Bergsee – und sehen leider nichts. Schade! Dafür ist die Berghütte sehr urig. Es lohnt sich, einen Blick reinzuwerfen. Wer etwas essen möchte (zum Beispiel Gulaschsuppe oder Apfelkuchen) braucht Bargeld.



Auf gleichem Weg geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt. Dort wartet schon ein Kleinbus für die Fahrt zurück. Bis 19 Uhr fahren sie alle zwanzig Minuten.