Wandern in Polen: Von Kusnice nach Murowaniec
Endlich hat der Regen aufgehört, wir wollen mit der Seilbahn hoch auf den Kasprowy Wierch. Doch die Seilbahn hat wegen technischen Wartungsarbeiten geschlossen. So schwenken wir kurzfristig um und wandern zu einer kleinen Siedlung namens Murowaniec. Auf der zehn Kilometer langen Wanderung legen wir in 3:15 Stunden 640 Höhenmeter zurück.
Nach Kusnice, der Talstation der Seilbahn, kommt man von Zakopane aus übrigens mit dem Bus. Da es ein Kleinbus ist, gelten keine „normalen“ Tickets. Man zahlt direkt beim Fahrer – und zwar beim Ausstieg. Bin Campingplatz zur Talstation zahlen wir pro Person 5 Zloty. Zurück laufen wir in rund 20 Minuten.
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Ein paar Meter von der Talstation entfernt gibt es eine Hütte, an der die Wanderung startet. Wir zahlen 22 Zloty als Eintritt für den Nationalpark und folgen der gelben Route. Ein Schild macht uns darauf aufmerksam, dass es hier Bären gibt, und wie man sich im Fall einer Sichtung verhalten soll. Wir bekommen kurze Zeit später Hirsche zu sehen, die friedlich weiden. Der Start der Wanderung ist sehr idyllisch: Die Tiere, grüne Hügel, ein paar Bäume, neben dem Weg ein rauschender Bach, dazu gibt es sogar ein Stück blauen Himmel.





Kurze Zeit später beginnt der Anstieg, der immer knackiger wird. Über einen mit großen Steinen gepflasterten Weg geht es innerhalb kürzester Zeit gut bergauf. Zwischendrin fühlen wir uns an die „Nepali Stairs“ aus unserer Wandertour in Nepal erinnert. Eine kurze Etappe geht durch ein Waldstück, dann kommen wir an eine Kehrtwende, wo wir schon einmal einen Blick auf das Hochgebirge erhaschen können. Kurze Zeit später zeigen sich nich ein paar weitere Gipfel, dazu ein fantastischer Blick auf die Ebene.






Am Przelecz Miedzy Kopami auf 1499 Meter legen wir eine kurze Essenspause ein. Ein paar Bänke stehen am Wegesrand mit bester Sicht auf die noch mit Schnee bedeckten Gipfel. An dieser Stelle werden wir später einen anderen Weg nach unten nehmen. Nach der kurzen Pause geht es auf einem breiteren Weg nach Murowaniec. Wir laufen erst ein paar Meter hoch, dann wieder runter. Murowaniec liegt auf 1500 Meter. Auf dem Weg entdecken wir einen Mini-Schneemann.



Murowaniec ist eine kleine Siedlung mit ein paar Holzhütten und fantastischer Sicht auf einige Gipfel. Eine Malerin sitzt auf einer Wiese und hält diese tolle Landschaft fest. Von hier aus könnte man den ein oder anderen von diesen Gipfel besteigen. Für uns bedeutet Murowaniec heute der weiteste Punkt. Wir kehren in der Berghütte ein, in der man auch übernachten kann, und gönnen uns ein Stück Apfelkuchen. Lukas nimmt Sahne und Himbeersoße dazu.






Auf gleichem Weg laufen wir anschließend zurück zum Przelecz Miedzy Kopami. Hier folgen wir nun der blauen Markierung. Zuerst geht es ein Stückchen am Berg entlang, kurze Zeit später rechts davon runter. Bald schon sind wir in einem Wald und keine eineinhalb Stunden später wieder an unserem Ausgangspunkt.



Wir würden empfehlen, die Runde genau in dieser Richtung zu laufen. Den Aufstieg über den steinigen Weg finden wir passender aufwärts zu gehen als runter. Auch finden wir die Route durch den Wald zurück im Abstieg besser. Insgesamt eine schöne Runde mit gut machbaren Höhenmetern und bezaubernder Aussicht.