E5: Von Zams über das Piller Moor nach Wenns
Zu Fuß

E5: Von Zams über das Piller Moor nach Wenns

Nach der anstrengenden Etappe an Tag zwei wird dies ein gemütlicher Tag: Wir fahren mit der Venetbahn auf 2212 Meter und laufen zuerst über einen Panoramaweg, dann über leichte, ausgebaute Wege zum Piller Moor. Von dort aus nehmen wir den Bus nach Wenns.

Für die folgende Etappe gibt es viele Varianten (siehe auch unten). Die Standard-Route führt über den Gipfel des “Panoramaberges” Venetberg. Bei schlechtem Wetter empfiehlt sich die Route über den Venet Rundwanderweg. Wir entscheiden uns dazu, einen Teil des Rundwanderweges mit dem Piller Moor zu verbinden, da wir Europas höchstes Moor gerne sehen wollen. Dazu ist die Route nach dem langen Wandertag zuvor entspannt.

Die Bergbahn nach oben fährt Saisonbedingt sowieso erst ab 9 Uhr. So gehen wir nach einem entspannten Frühstück zur Bergstation und sind in kürzester Zeit oben. Die Aussicht aus der Gondel auf Zams und die Umgebung ist toll. Wir versuchen nachzuvollziehen, wo wir am Vortag runter kamen.

Nach Ankunft auf dem westlichen Teil des Venetberges, dem Krahberg, laufen wir von der Bergstation erst ein Stück auf der Ebene. Dann biegen wir rechts auf einen schmalen Pfad ab. Wir passieren eine Kapelle, dann geht es kurz bergab, bevor wir auf einen wunderschönen Panoramaweg kommen.

Entspannt laufen wir mehr oder weniger auf einer Ebene. Neben uns ziehen die Wolken aus dem Tal hoch. Das Wetter ist fantastisch: blauer Himmel und Sonnenschein. Wir haben eine tolle Sicht auf die umliegenden Berge und genießen das entspannte Laufen.

Schließlich kommt die Goglesalm in Sicht. Wir passieren sie, gehen rechts dahinter in einer Kehrwende über felsigen Boden teilweise steil nach unten. Der nun folgende Weg wechselt sich ab: Mal ist es ein breiter Fahrweg, dem wir folgen, mal ein schöner Waldpfad, zwischendrin gibt es eher felsige Etappen. Doch insgesamt ist der Weg gut zu laufen.

Wir folgen nun der Wegbeschilderung zum Piller Moor. Das Latschenhochmoor ist als Naturdenkmal sehr gut ausgeschildert und so verlassen wir uns darauf, dass die Beschilderung uns zum Ziel führen werden. Bald schon sind wir auf einem schmalen Pfad unterwegs, der uns bereits durch eine feuchtere Umgebung führt. Rechts und links steht ab und an das Wasser der Piller Wiesen, Stellenweise ist es sehr matschig. Für die Füße ist der nachgebende Untergrund durchaus eine Wohltat.

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Und dann erreichen wir die Holzstege des Hochmoors. Wir folgen Ihnen bis zu einem elf Meter hohen Turm, von dem aus man eine gute Übersicht über die Latschen-geprägte Umgebung hat. Auf Infotafeln erfahren wir mehr zur Naturlandschaft.

Was uns sehr gut gefällt ist, dass große Teile des Moorlehrpfades seit 2015 barrierefrei sind. Das Jahrtausende alte Hochmoor lässt sich also gut erkunden – die Tafeln sind sehr informativ.

Nach unserer Erkundung machen wir uns auf zur Bushaltestelle. Wir haben Glück: In zwanzig Minuten fährt der nächste Bus. Die Anbindung ist leider sehr schlecht. Es gibt nur wenige Verbindungen nach Piller oder Wenns. Wer also im Notfall nicht laufen will oder kann und auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, sollte sich vorab die Busverbindungen genau anschauen. Mit dem Bus fahren wir bis nach Wenns, wo wir in unserer Unterkunft den Nachmittag entspannen.

Varianten

Wer möchte, kann natürlich auch von Zams auf den Krahberg laufen. Der Aufstieg beansprucht vier bis fünf Stunden laut Rother Wanderführer.

Von der Bergstation der Venetbahn geht es in rund einer Stunde zum Gipfel des Venetberges, auch Glander Spitze genannt. Von dort aus geht es über den Grat zum zweiten Gipfel (Piller). Der Abstieg erfolgt zur Galflunalm. Alternativ kann man auf dem Grat bleiben und noch das Kreuzjoch mitnehmen. Von hier aus geht es dann runter zur Larcher Alm.

Dem Venet Rundwanderweg kann man alternativ auch folgen über Gogles-, Galflun- und Larcher Alm. Bei alten Varianten geht es über den Alten Almweg bis nach Wenns.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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