Südtirol: Rund um Oberbozen und Klobenstein
Zu Fuß

Wandern in Südtirol: Rund um Oberbozen und Klobenstein

Bozens Hausberg ist der Ritten, den man wunderbar mit einer Seilbahn erreicht. Zwischen 1220 Metern (Oberbozen) und 2260 Metern (Rittner Horn) gibt es jede Menge Wander- und Spaziermöglichkeiten. So kann man beispielsweise von Klobenstein aus über Tann zum Gipfel, dem Rittner Horn. Vier Stunden braucht man laut Karte für die 11,4 Kilometer und 1100 Höhenmeter. Von Pemmern aus (Bushaltestelle vorhanden) fährt eine Seilbahn zur Schwarzseespitze. Von dort aus kann man über einen Premiumweg ebenfalls zum Rittner Horn (hin und zurück: 16,3 Kilometer und 718 Höhenmeter).

Doch auch leichtere Touren sind im Angebot, beispielsweise der Erdpyramidenweg ab Bahnhof Klobenstein ins Finsterbachtal (3,5 Kilometer, 70 Höhenmeter) oder die Freud Promenade von Oberbozen über Lichtenstern nach Klobenstein (5,5 Kilometer, 132 Höhenmeter). Wer sich inspirieren lassen will, besorgt sich in der Touristeninfo oder an der Seilbahnstation den Lageplan samt Panoramakarte zum Ritten.

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Wir sind nach unserem E5-Abenteuer eher im Entspannungsmodus. Nach der Fahrt mit der Seilbahn nach oben, steigen wir in die Rittner Bahn. Die einzige Schmalspurbahn Südtirols fährt von der Bergstation der Ritten-Seilbahn bis nach Klobenstein. Unterwegs genießen wir tolle Aussichten auf den Rosengarten. Schon in der Seilbahn waren wir vom Panorama begeistert, auch wenn noch ein leichter Dunst in den Bergen hängt.

Übrigens: Zwölf Minuten fährt man von Bozen nach Oberbozen in der Gondel. Da die Bahn auch noch abends fährt, ist es sicherlich auch ein Erlebnis, zum Sonnenuntergang in der Gondel zu sitzen.

Früher fuhrt die Schmalspurbahn bereits ab Bozen – bis sie durch die Seilbahn ersetzt wurde. Heute also geht es von Oberbozen nach Klobenstein und zurück. Knapp zwanzig Minuten dauert die Fahrt. Unterwegs gibt es immer wieder einen Stopp – teilweise scheinbar im Nichts. Man kann also auch gut laufen und wenn man müde ist oder keine Lust mehr hat in die Bahn umsteigen. Dies bietet sich beispielsweise für die Freud Promenade an, die oberhalb der Bahnlinie verläuft.

Wir fahren bis nach Klobenstein und laufen vom Bahnhof aus in den Ortskern. Schon am Bahnhof entdecken wir ein paar hübsche Bauten. Die St.-Antonius-Kirche lieg beim Bergab gehen in den Ortskern idyllisch vor uns – im Hintergrund das Rosengarten-Panorama. An der Kirche aus dem 17. Jahrhundert biegen wir links ab und passieren das Hotel Post, in dem bereits Sigmund Freud und Franz Kafka genächtigt haben sollen.

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Einem Wegweiser zur Atzwanger Aussicht folgend entfernen wir uns von den Besuchern, die sich hier zum Frühshoppen eingefunden haben. Viele sind es nicht, aber wie genießen auch, als wir den Weg Stafflach entlang aus dem Ort heraus folgen. Es geht an ein paar schönen Häusern vorbei, die teils etwas abgeschieden liegen. Die Bozener Patrizier haben übrigens ab dem 17. Jahrhundert ihre Sommerhäuser hier oben erbaut.

Auch wenn wir zwischendrin das Gefühl haben, falsch zu sein, so folgen wir weiter dem Weg und stoßen wieder auf einen Wegweiser zum Aussichtspunkt. Es geht ein Stück durch den Wald, über einen schmalen Pfad, unterhalb eines Strommasten entlang. Kurz zweifeln wir, ob wir richtig sind, denn der Weg erinnert uns mehr an einen Trampelpfad. Doch kurze Zeit später erreichen wir eine Bank mit wunderbarer Aussicht auf den Rosengarten.

Ein Traum, dieser Panoramablick, den wir ganz für uns alleine haben. Wir genießen den Moment – schade, dass schon am nächsten Tag wieder der Zug zurück geht nach Deutschland.

Nach einiger Zeit raffen wir uns auf und laufen zurück in den Ort. Mit der Bahn geht es kurze Zeit später zurück nach Oberbozen. Angekommen laufen wir uns Dorfzentrum. Es ist Mittagszeit. In der Metzgerei Weissensteiner Werner holen wir uns ein Leberkas-Brötchen, das frisch gemacht wird. So können wir uns das Brötchen dazu selbst aussuchen. Übrigens kann man sich dies auch mit jeglichem anderen Belag, den es dort zu kaufen gibt, belegen lassen. Es gibt eine große Auswahl an Wurst und Käse.

Auf dem Dorfplatz lassen wir uns auf eine der Bänke nieder, essen unser Brötchen und beobachten das Treiben. So gestärkt fahren wir mit der Seilbahn wieder zurück nach Bozen und erkunden die Stadt weiter.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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