Abseits des E5: Von Vent zu den Rofenhöfen
Zu Fuß

Abseits des E5: Von Vent zu den Rofenhöfen

Wir kommen um 14 Uhr im Bergsteigerdorf Vent an, in dem wir für zwei Nächte bleiben. Nach viel Bus- und Bahnfahrerei an diesem Tag, zieht es uns noch nach draußen. Früh am Morgen sind wir zwar bereits ein paar Kilometer gelaufen, doch unsere eigentliche E5-Etappe von Mittelberg über die Braunschweiger Hütte nach Vent konnten wir wegen Schnee und Eis nicht laufen. So entscheiden wir uns für eine kleine Nachmittagstour zu den Rofenhöfen.

Die knapp fünf Kilometer lange Tour ist leicht zu gehen. Gerade einmal 190 Höhenmeter sind zu bewältigen. Wir starten an unserer Unterkunft, dem Hotel Similaun, und laufen zum Hotel Alt Vent Tyrol. Hier geht es über die Venter Ache mit schönem Blick auf das Bergsteigerdorf. Dahinter biegen wir links ab auf die Rofenstraße. Es geht aufwärts, leider immer an der Straße entlang. In Serpentinen folgen wir der asphaltierten Straße Richtung Rofenhöfe. Ab und an kommt uns ein Auto entgehen oder überholt uns. Der Blick zurück auf Vent sowie rein in die Täler ist sehr schön.

Kurz vor den Höfen passieren wir den Rofenbach sowie die Materialseilbahn zur Breslauer Hütte. Ein Heli-Transportsack liegt am ersten Hof herum. Ein Schild weist darauf hin, dass auf dem Hof Tiroler Haflinger gezüchtet werden. Pferde sehen wir allerdings nicht. Im Gasthof Rofenhof kann man einkehren – von deftig bis hin zu süß ist auf der Karte alles vorhanden.

Hinter dem Gasthof biegen wir links ab. Ein Schild weist darauf hin, dass auf dem nun folgenden Weg immer wieder Kunst zu entdecken ist. Und tatsächlich sehen wir neben dem alten Gipfelkreuz der Wildspitze vor allem Steininstallationen.

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Doch erst einmal wechseln wir die Talseite. Über eine Hängebrücke geht es auf die andere Seite. Die Rofenache hat sich hier ein tiefes Bett in die Felsen gegraben. Die Schlucht ist imposant.

Der Naturnahe Weg verläuft nun mehr oder weniger auf einer Ebene. Mal wachsen Heidel- und Preiselbeeren am Wegesrand, mal entdecken wir Heidekraut und ein paar Kiefern. Vom Berg kommen Bäche herunter. Eine sehr schöne Landschaft.

Am Ende des Rundweges entdecken wir eine prähistorische Jäger-Lagerstelle. Tatsächlich ist sie wenig spektakulär. Geschützt von einem Holzdach liegen darunter ein paar Steine, auf einer Infotafel gibt es ein paar erklärende Sätze – das war es. Kurze Zeit später sind wir wieder in unserer Unterkunft – und genießen den Wellness-Bereich, den wir ganz für uns alleine haben.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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