Abseits des E5: Von Vent auf den Mutsbühl
Welt entdecken

Abseits des E5: Von Vent auf den Mutsbühl

Der Mutsbühl, auch Mutsbichel genannt, erhebt sich mit seinen 2361 Metern oberhalb vom Bergsteigerdorf Vent. Knackig ist der Anstieg von rund eineinhalb Stunden. Belohnt wird man mit einer fantastischen Aussicht.

Nach einem ausgiebigen, leckeren Frühstück in unserer Unterkunft Hotel Similaun zieht es uns an unserem E5-Pausentag nach draußen. Das Wetter ist großartig – die Sonne scheint. Zwar ist es noch etwas kühl, aber da der Anstieg direkt beginnt, kommen wir schnell ins Schwitzen.

Werbung


Oberhalb des Gasthofes Obervent führt ein kleiner, schmaler Pfad hoch. Wir gehen durch ein Gatter hindurch und laufen an der Bergstation eines Liftes vorbei. Dann schon geht es rein in den Wald. Der steile Anstieg führt uns durch einen schönen Zirbenwald und eine abwechslungsreiche Fauna. Wir wandern unter anderem durch einen mystischen Wald: Sonne scheint hier kaum hinzukommen, entsprechend ist es feucht und dunkel. Farne hängen an den Bäumen. Ein tolles Bild!

Der Blick auf Vent und die umliegenden Berge begeistert uns immer wieder – eine gute Ausrede, um auch mal kurz zu stoppen, durchzuschnaufen und die Aussicht zu genießen. Wir beobachten einen Helikopter, der aus dem Tal der Martin-Busch-Hütte kommend unter uns fliegt. Kurze Zeit später landet er in Vent und lässt Ladung auf dem Parkplatz am Ortseingang ab.

Über schmale Waldpfade, auf denen uns die Wurzeln einen guten Tritt geben, aber auch mal über steile Wege, die kaum Halt bieten, geht es nach oben. Schnell haben wir Höhenmeter erreicht und stehen vor einer Art Talkessel. Der Weg ist kaum auszumachen. Links entlang geht es nach oben. Wir erreichen eine Art Plateau, auf der eine Bank zum Verweilen einlädt. Bei dieser Aussicht müssen wir einfach stoppen und genießen.

Kurz danach geht es weiter. Eine Mini-Kletterpassage steht uns bevor, die aber gut zu machen ist. Der Wegweiser zeigt nach links, wir gehen aber noch ein paar Meter nach rechts zu einer Hütte. Von hier aus haben wir einen schönen Blick ins Tal Richtung Zwieselstein und das dahinter liegende Timmelsjoch.

Wir folgen nun dem Wegweiser nach rechts und erreichen den eigentlichen Gipfel des Mutsbühls, der eine breitere Fläche ist. Vor uns liegt die prachtvolle Aussicht auf Wartbichl, die Gipfel des Ramolkogels, Talleitspitze, Weißkugel, Similaun, Wildes Männlein und Wildspitze, die sich gerade hinter Wolken versteckt. Da kann man in einen regelrechten Fotorausch verfallen.

Über einen schmalen Pfad laufen wir mehr oder weniger auf einer Ebene. Es steht der Abstieg über die Ramolalm nach Vent an. Eine gute Stunde haben wir nun nach oben gebraucht. Angegeben sind 1,5 Stunden. Abwärts soll es genauso lange dauern.

Von weitem schon hören wir die Glocken der Bergziegen, die es sich auf dem Wanderweg bequem gemacht haben. Etwas weiter oben weiden Schafe. Nach einem kurzen Abstieg erreichen wir eine Hütte, die daneben ist bereits verfallen. Zwei Bänke laden zum Rasten ein und so machen wir Mittagspause mit Blick auf die Strecke, die wir am nächsten Tag auf dem E5 zurücklegen wollen.

Der Weg nach unten ist gut zu laufen und hat nicht so starke steile Stellen wie der Aufstieg. Daher empfiehlt es sich auch, die Tour im Uhrzeigersinn zu laufen. Nach etwa 6,5 Kilometern, 480 Höhenmetern und zwei Stunden, fünfzehn Minuten Wanderzeit erreichen wir wieder Vent. Dort gibt es wieder Einkehrmöglichkeiten: Im Gasthaus zur Post gönnen wir uns Apfelstrudel und Germknödel. Wir haben ja Urlaub.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

2 Comments

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.