Falkenstein - Altkönig (Taunus)
Dehääm,  Zu Fuß

Wandern im Taunus: Falkenstein – Altkönig (Königstein)

Blauer Himmel und Sonnenschein locken nach draußen: Bei eisiger Kälte fahren wir in den Taunus und wandern von Falkenstein über den Döngesberg auf den Altkönig. Der dritthöchste Berg des Taunus ist ein Nachbargipfel des Feldbergs.

Im Königsteiner Stadtteil Falkenstein angekommen stellen wir unser Auto auf dem Wanderparkplatz Schardtwald ab. Der ist eine einzige Eisfläche – einparken funktioniert, doch wir sind gespannt, ob und wie wir wieder rauskommen. Doch erst einmal steht nun unsere Wandertour durch den Schnee an.

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Wir laufen ein Stückchen den breiteren Waldweg entlang, der direkt am Parkplatz startet. Doch schon bald biegen wir rechts auf einen schmaleren Pfad ab. Es geht ordentlich nach oben. Es fühlt sich ein bisschen nach Querfeldein-Laufen an, doch dafür sind wir alleine.

Schließlich erreichen wir den Lips-Tempel auf der Südseite des Döngesbergs. Von der Höhe auf rund 600 Metern hat man einen guten Blick auf Königstein und Falkenstein. Benannt ist der 1895 errichtete und 1970 erneuerte Holzturm übrigens nach einem Mitglied des Taunusklubs.

Falkenstein - Altkönig (Taunus)

Bald schon wieder verlassen wir einen der breiter ausgebauten Waldwege, die sich hier am Lips-Tempel kreuzen, und sind wieder für uns alleine. Der Weg durch den verschneiten Wald mit den vereisten Bäumen ist einfach nur toll. Wir genießen Sonnenschein und blauen Himmel, dazu die ganz besondere Atmosphäre im Winterwald.

Es geht nun ein Stückchen auf dem E1 entlang, stetig nach oben. Die Naturlandschaft wird noch einzigartiger. Die geeisten Bäume, dazu der starke Kontrast zum blauen Himmel: Wir können uns kaum sattsehen, so toll sieht das aus. Dazu herrscht noch eine ganz besondere Stimmung. Einfach nur zauberhaft!

Wir sind auf 798 Metern ankommen, auf dem Gipfel des Altkönigs. Zwischen die Bäume hindurch hat man nette Aussichten in fast alle Richtungen. Besonders der Blick zum Feldberg mit seinem markanten Turm ist zu empfehlen. Auf dem Plateau ist uns allerdings zu viel los und so machen wir keine Rast. Man findet zwar viele Plätze mit ausreichend Abstand, doch die Ruhe der einsamen Pfade fehlt. Und irgendwie passt aus unserer Sicht zu dieser magischen Umgebung eher das Ruhigere.

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Übrigens waren rund um den Altkönig auch die Kelten. Unterhalb des Gipfelplateaus gibt es zwei Ringwälle mit 980 Metern bzw. 1390 Metern. In dieser Winterlandschaft verschwinden sie unter dem Schnee – sonst sind sie laut Beschreibungen wohl gut zu sehen.

Über schöne, verschneite Wege laufen wir ein Stück auf dem E1 entlang. Die Landschaft ist einfach nur wunderschön. Wir fühlen uns ganz weit weg von zu Hause – eher an die Alpen oder den Schwarzwald erinnert. So macht Winter Spaß! Unsere Schneeschuhe hätten hier auch einen guten Einsatz gefunden.

Die Weiße Mauer, ein Quarzit-Feld, lassen wir auf der Seite liegen. In dem Waldstück, in dem wir nun unterwegs sind, ist es eisig kalt. Die Sonne scheint hier nicht durch die Bäume und so gehen wir recht zügig leicht bergab. Auf der Seite des Pfades verläuft eigentlich wohl ein Bach. Angesprungene Eisplatten zeigen, wie dick die Eisfläche hier ist.

Falkenstein - Altkönig (Taunus)

Durch das Naturschutzgebiet Altkönig laufen wir nun wieder auf einem schmaleren Weg, den wir mehr oder weniger für uns alleine haben. Schön ist das auf dem verschneiten Waldpfad, nun wieder immer der Sonne entgegen. An einer Wegkreuzung nehmen wir einen breiteren Weg und biegen links ab. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz.

Wirklich schön ist das letzte Stück nicht. Es sieht wild aus. Ein Sturm muss hier ziemlich gewütet haben. Es liegen viele Baumstämme gestapelt am Wegesrand. Der Hang dagegen ist wie leergefegt. Dafür gibt es eine weite Sicht: Die Frankfurter Skyline ist sehr gut zu erkennen.

Oberhalb des Jagdhauses Altkönig nehmen wir einen schmalen, durchaus immer mal wieder rutschigen Pfad nach unten. Bald schon kommen wir am Parkplatz an. Für die etwas mehr als acht Kilometer haben wir zwei Stunden und fünfzehn Minuten gebraucht. Dabei haben wir 380 Höhenmeter bewältigt und jede Menge Fotos gemacht.

Die Tour können wir bei diesem tollen Winterwetter sehr empfehlen. Das ist nicht nur ein „Winterwonderland“ rund um den Altkönig, sondern eine wahrhaft magische Naturlandschaft. Sie wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Achja, vom vereisten Parkplatz wegzukommen war nicht so einfach. Es sei nur so viel verraten: Lukas musste etwas schieben…

Grob orientiert haben wir uns bei der Wanderung übrigens an dieser Strecke auf Outdoor Active.

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als stellvertretende Chefredakteurin bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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