Bulli-Leben

Dürfen wir vorstellen: Unser VW-Bus T4 Syncro

Wir haben es getan – endlich! Wir haben einen VW-Bus gekauft! Nach langer, langer Suche wurden wir endlich fündig. Die Bulli-Reisen können beginnen.

Das ist er: Unser VW T4 Syncro mit Aufstelldach – ein Benziner:

Am 31. Juli 2018 haben wir den Bus in Mücke abgeholt.

Lange haben wir nach einem passenden Gefährt gesucht. Wer ebenfalls auf Bussuche ist, kennt das sicherlich: Die Angebote sind entweder richtig überteuert, die Gefährte in schlechtem Zustand und wenn alles passt, direkt weg. Den ein oder anderen Bus haben wir uns angeschaut, doch was wir zu sehen bekamen, war teilweise ziemlich gruselig. In der Nähe von Frankfurt haben wir zum Beispiel einen Bus angeschaut, dessen Karosserie fast komplett durchgerostet war. Schon der erste Eindruck war richtig schlecht: Er stand da mit platten Reifen.

Nun also der Fund in Mücke, ein Wagen von einem Kfz-Meister. Auf den ersten Blick machte der Bus einen guten Eindruck. Wenig Rost, gut in Schuss, Zahnriemen, Ölwechsel, Wasserpumpe und Zündung vor 3000 Kilometer neu gemacht – wir waren zuversichtlich, war es doch bisher auch das Gefährt eines fachlichen Kenners, der es abgeben musste, weil seine Frau lieber komfortabler mit einem Wohnmobil unterwegs sein möchte. Dass wir später dann doch ein wenig Ärger hatten und noch einmal einiges an Geld reinstecken mussten, ist eine andere Geschichte…

Kurz zu den Daten: Wir übernahmen den Bus mit einem Stand von 326.555 Kilometern – mit ausgetauschtem Motor. Die Erstzulassung war im November 1993, TÜV hat er noch bis Mai 2020 – also durchaus noch Zeit für uns. 110 PS, 2,5 Liter Benziner und ein Syncro mit Sperre – da passt alles zusammen, was wir uns erwünscht haben. Lange hatten wir überlegt, ob Diesel oder Benzin, doch nachdem es in immer mehr Städten ein Dieselfahrverbot gibt und auch Mainz davon betroffen ist, entschieden wir uns für einen Benziner. Schließlich wollen wir den Wagen auch vor unserer Haustür abstellen können.

Die höher gelegten, großen Räder samt verbreiterten Radläufe, Differenzialsperre an der Hinterachse und erhöhte Luftansaugung – wir könnten auf jeden Fall damit auch durch Afrika fahren…

Der Bus hat ein Aufstelldach. Auch das ist unsere Lieblingsvariante, denn gerade im Sommer ist das angenehmer und es staut sich unserer Meinung nach nicht so schnell die Hitze wie in einem festen Hochdach. Zum anderen wollen wir mit dem Gefährt auch in Städten unterwegs sein können, wo es gerade beim Parken oft eine Höhenbegrenzung gibt.

Mit aufgeklappten Aufstelldach.

Von außen und innen nicht ganz so hübsch, weil dem Vorbesitzer die Technik wichtiger war, war uns beim Kauf bereits klar, dass wir uns hier austoben (können) würden. Prinzipiell gab es bereits einen Innenausbau: Einen Seitenschrank mit integrierter Kühlbox (von Berger, 12 V/230 V, 42 Liter – ähnlich dieser hier, allerdings ohne Gasanschluss) und versteckten Wasserkanistern sowie ein tieferer Schrank im Heckbereich und eine Sitzfläche (100 x 100 cm), die zum Bett umklappbar ist. Da wir auf der Rückbank aber auch zwei weitere Personen mitnehmen wollen, war für uns direkt klar, dass diese Sitzfläche durch die mitgegebene Original-Rückbank ausgetauscht wird.

Der Original-Zustand: Mit Innenausbau

Was gibt es noch zu sagen: elektrische Fensterheber, ABS, Nebelscheinwerfer, Klimaanlage, Zentralverriegelung (die allerdings gerade nicht funktioniert), eine zweite Batterie mit Trennrelais, Westfalia Ladegerät mit Überwachung im Dach, Landstromanschluss, Ersatzrad und Fahrrad-Halter am Heck und drehbarer Beifahrersitz. Eine ausgebaute Standheizung bekamen wir beim Kauf auch noch dazu.

Zulassung am 1.8.2018 in Mainz.

Am 1. August 2018 haben wir unseren Bus zugelassen – und seitdem werkeln wir immer wieder daran, mit großartiger Unterstützung von Lukas Papa Theo. In unserem Blog werden wir euch immer mal wieder von unseren Umbauarbeiten berichten – von all dem Schweiß, den Rückschlägen und Erfolgserlebnissen. Und natürlich gibt es auch mehr von unseren Touren mit dem Bus zu lesen.

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