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Ecuador: Die Übersicht

Ecuador ist ein wunderbares, vielfältiges Land. Wir waren knapp drei Wochen im August und September 2018 dort und hatten eine fantastische Zeit.

Wir haben uns in Ecuador sehr wohl gefühlt. Überall, wo wir hin kamen, wurden wir sehr freundlich begrüßt. Die Guides, mit denen wir unterwegs waren, waren großartig und hatten eine Freude daran, uns ihr Land zu zeigen. Und so haben wir großartige Einblicke in das Leben der Ecuadorianer, zu Flora und Fauna und auch zum Thema Naturschutz bekommen. Denn das muss man sagen: An vielen Orten war der Klimawandel präsent und wurde thematisiert. Ob zurückgehendes Eis auf dem Cotopaxi oder Biodiversität auf den Galapagos-Inseln – es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

 

Unsere Stationen:

  • Da unser Flug von Frankfurt über Amsterdam ging und wir dort sowieso einen Stopp über Nacht dabei gehabt hätten, sind wir einfach schon am Morgen geflogen und haben uns in der Stadt der Grachten ein wenig treiben lassen.
  • Angekommen in Ecuador – unser erster Stopp ist Quito. Wir sind begeistert von der Altstadt und der Fahrt auf den Rucu Pichincha.
  • Auf der Hacienda El Porvenir am Rande des Nationalparks Cotopaxi haben wir es uns ein paar Tage gut gehen lassen: Wandern, in Hot Tubes entspannen und schlemmen.
  • Ein Höhepunkt unserer Reise war die Besteigung des Cotopaxi. Gut, wir waren nicht ganz oben auf dem Vulkan, doch bis auf 4864 Meter zum Refugio José Ribas sind wir aufgestiegen und das war ein einzigartiges Erlebnis. Der Ausblick von da oben auf die “Straße der Vulkane” ist großartig!
  • Heimat indigener Völker, eine waschechte Regenwald-Dusche, einschlafen bei nächtlichen Dschungel-Geräuschen, viel grün und skurrile Gewächse und Tiere – unser Aufenthalt im Dschungel Ecuadors wird uns sicherlich noch lange im Gedächnis bleiben.
  • In Guamote sind wir in eine der ärmsten Regionen Ecuadors – wenn man rein auf den Besitz schaut. Denn nach etwas mehr Einblick in das Leben der Indigena merken wir, dass ihnen Familie und Unabhängigkeit viel wichtiger zu sein scheinen als Eigentum. Bei dem Projekt Inti Sisa fühlen wir uns sehr wohl und können einen Stopp dort wirklich empfehlen.
  • In Alausi fahren wir einen Teil der Transandinischen Eisenbahnstrecke Durán – Riobamba – Quito: die Zickzack-Bergpassage an der Teufelsnase (Nariz del Diablo).
  • Auf unserem Weg nach Cuenca stoppen wir bei Ingapirca, wo es die besterhaltensten Ruinen aus der Inkazeit in Ecuador zu sehen gibt. Wie wir schnell von unserem Guide lernen, findet sich hier auch viele Einflüsse und Relikte der ursprünglichen Erbauer, der Cañari, wieder.
  • Cuenca gilt als die schönste Stadt Ecuadors – und schön ist die 2011 zum Welterbe der UNESCO erhobene Universitätsstadt tatsächlich. Wir verbringen zwei Nächte hier und einen ganzen Tag davon mit dem Bummeln durch die kolonial geprägten Straßen.
  • Assoziationen zu Schottland und Irland haben wir, als wir im Nationalpark El Cajas stoppen für eine Wanderung. Es ist wirklich verwunderlich, in wie vielen verschiedenen Vegetationszonen man in Ecuador auf nur wenigen Kilometern landen kann.
  • In der Millionenstadt Guayaquil sind wir vor und nach unserem Aufenthalt auf Galapagos. Die größte Stadt Ecuadors lädt zum Bummeln an der Uferpromenade und Entdecken der schön restaurierten Viertel Santa Ana und Las Peñas.
  • Und noch ein Höhepunkt zum Schluss: Der Besuch der Galapagos-Inseln. Davon träumten wir beide schon als Jugendliche. Und wahrlich: Man fühlt sich ein wenig wie im Paradies! Zuerst waren wir auf Santa Cruz und machten von da aus einen Ausflug zur Insel La Plaza. Riesenschildkröten und Haie beim Schnorcheln – Wahnsinn! Auf San Cristóbal genossen wir wunderschöne Sandstrände, die wir teilweise ganz für uns alleine hatten, und sehen Wasserschildkröten, die witzigen Blaufußtölpel und jede Menge Seelöwen.

 

Ihr seht also: Ecuador ist auf jeden Fall eine Reise wert!

 

 

Und zum Abschluss noch ein paar nützliche Informationen:

  • Wer weniger als 90 Tage bleibt, braucht vorab kein Visum zu beantragen, sondern bekommt dies vor Ort (kostenlos) bei der Einreise. Voraussetzung ist ein mindestens noch sechs Monate gültiger Reisepass.
  • Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist Pflicht. Wir mussten bei der Einreise nichts dergleichen vorzeigen und hatten für den Beleg “im Notfall” eine Karte unseres Anbieters mit dabei.
  • Neben den üblichen Impfungen, die sich für Auslandsreisen anbieten, ist die Gelbfieberimpfung für all diejenigen Pflicht, die aus Ländern einreisen, die als Gelbfiebergebiet gelten. Kommt man direkt aus Deutschland, liegt keine Impfpflicht vor. Wer vorher in anderen südamerikanischen Ländern beispielsweise reist, muss eine vorlegen.
  • Für den Aufenthalt im Dschungel ist ein gutes Mückenschutzmittel empfehlenswert. Wir greifen immer auf Deet zurück und haben damit gute Erfahrungen gemacht. Je nach Aufenthaltsdauer im Regenwald Oriente gehört eine Malaria-Prophylaxe mit ins Gepäck – wir hatten diese als Stand-by-Medikation mit dabei. Eine gute Beratung haben wir dazu im Impfzentrum Mainz bekommen.
  • Unbedingt mitnehmen sollte man Tabletten gegen Reiseübelkeit. Wer einen empfindlichen Magen hat und auf Serpentinen “reagiert”, wird sich im Cajas Nationalpark sehr darüber freuen, eine Tablette gegen Übelkeit einwerfen zu können. Auch bei Bootsfahren auf Galapagos sind Reiseübelkeittabletten Gold wert.
  • Jeder reagiert anders auf die Höhen in Ecuador. Wir empfehlen: Viel trinken und es die ersten Tage langsam angehen lassen, bei Wanderungen in Höhe ein paar Bonbons und Traubenzucker einpacken. Der stark gesüßte Coca-Tee unseres Guides hat bei der Besteigung des Cotopaxi neue Kräfte frei gesetzt.
  • Ein guter Sonnenschutz (Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor) sollte mit ins Gepäck.
  • Wir haben uns in Ecuador stets sehr sicher gefühlt. Klar, größere Bargeld-Mengen haben wir sowie nie dabei und der Reisepass bleibt auch in der Unterkunft bei Unternehmungen. Für Guayaquil und Quito hatte man uns empfohlen, nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr umher zu laufen, sondern ein Taxi zu nehmen. Bedroht gefühlt haben wir uns nicht – auch nicht bei sehr kurzen Strecken vom Restaurant zur Unterkunft. Aber provozieren wollen auch wir keinen und achten in solchen Fällen noch einmal verstärkt auf unser Verhalten.
  • Wir waren in verschiedenen Klimazonen in Ecuador unterwegs. Warme Klamotten gehören auf jeden Fall mit ins Gepäck, an der Küste und auf Galapagos kamen T-Shirts und kurze Hose zum Einsatz. Feste Wanderschuhe, Funktionskleidung, aber auch Wasserschuhe, um damit über spitze Steine ins Meer zu laufen, sind empfehlenswert. Schnorchel-Equipment bekommt man vor Ort – wir hatten lediglich Schnorchel dabei.
  • Unterwegs waren wir wie immer mit unseren Rucksäcken (siehe auch unter Ausrüstung). Wir hatten außerdem eine kleine Reisetasche dabei, um in den Regenwald mit leichtem Gepäck zu reisen. Für die Tage auf Galapagos reduzierten wir uns auf einen großen Rucksack und ließen den anderen in Guayaquil.
  • Für das Foto-Equipment lohnt sich eine wasserdichte Verpackung. Schnell wird man im Regenwald von einem Schauer überrascht. Wir sind sehr zufrieden mit den Taschen von Aquapac. Für die 360-Grad-Kamera hatten wir das passende Waterproof-Set mit dabei. Neben der GoPro und der Möglichkeit, auch im Wasser mit der Insta360 Fotos machen zu können, hatten wir eine Unterwasser-Einwegkamera dabei.
  • Das DuMont Reise-Handbuch zu Ecuador und den Galapagos-Insel fanden wir super, da viele Hintergründe geliefert werden. Weiterer Plus-Punkt: Den Reiseführer gibt es auch in einer Digitalfassung.
  • Wir sind gerne mit Erlebe Fernreisen unterwegs. Die individuelle Planung, landestypische Unterkünfte, besondere Projekte wie Inti Sisa und den persönlichen Kontakt finden wir toll.

 

Wir haben nun auch ein paar Bilder online. Jules Ecuador-Album sowie die Bilder zu Galapagos findet ihr jeweils auf Flickr.


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Jule Lumma

Pfälzerin, Redakteurin, Fernweh-Geplagte. Pfadi, Abenteuer-freudig und gerne unterwegs. Als Leitung Digital bei der VRM und ausgebildete Redakteurin sorgt Jule dafür, dass alle Reiseerlebnisse sich im Blog wiederfinden. Abseits vom Dokumentieren kümmert sich Jule um die Orga und Planung vorab, denn das Reisegefühl startet bereits bei den Vorbereitungen.

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